Osten trifft Westen

Kategorie: Iran

Fundstück: Die Wahrheit über das Khomeini-Regime, 2004

Wieder und wieder fallen westliche Beobachter auf die Inszenierung des Khomeini-Regimes herein, Iran als normales Land darzustellen, das lediglich zwischen Hardlinern und Reformern gespalten sei, wo doch in Wahrheit die Mehrheit der Iraner die Diktatur ablehnt. Einer, der dieses Spiel durchschaut hat, ist der kroatische Reiseschriftsteller Claudio Magris.

Iranian Secularism

I have been saying this for many years: secularism, or rather the idea of a predominantly secularist state, i.e. a state separate from organized religion, is not simply a Western idea that has no traction in societies in the rest of the world. A notable article in Aeon argues on behalf of Iranian secularism and why proponents of postcolonialist theory fundamentally misunderstand it:

Der machtlose Herr Z.

Die Nachricht ist schon eine Woche alt, aber deutschsprache Medien wissen wenig mit ihr anzufangen: Der iranische Aussenminister Javad Zarif hat in einer internen, nicht für die Öffentlichkeit bestimmten Unterhaltung zugegeben, Null Einfluss auf die Aussenpolitik seines Landes zu haben.

Das Gespräch kam durch ein Datenleck an die Öffentlichkeit und wurde vom Sender “Iran International”, der ein regimekritisches Programm ausstrahlt, verbreitet. Natürlich ist das alles nicht neu und längst allgemein bekannt, dass in Iran nur Revolutionsführer Khamenei und die Revolutionsgarden (Pasdaran) das Sagen haben. Bemerkenswert ist dennoch, dass ein hochrangiger iranischer Politiker dies unumwunden zugibt.

Denn Khamenei und seine Helfershelfer, die Pasdaran, machen nicht nur, was sie wollen – sie halten es selbst dann noch nicht einmal für nötig, den eigenen Aussenminister über ihre Operationen in Kenntnis zu setzen, wenn diese seinen diplomatischen Bemühunen zuwiderlaufen! Einmal mehr zeigt sich, dass ein solches Regime für den Westen ganz gundsätzlich kein Verhandlungspartner sein kann.

Es handelt sich um ein religiös-paramilitärisches Regime, das sogenannte “Moderate” wie Zarif nur als Köder für den Westen benutzt, um Zugeständnisse zu erlangen. Auf das Datenleck hat es wie gewohnt mit weitreichenden Repressalien reagiert, zusätzlich zu den üblichen Menschenrechtsverletzungen. Alles wie gehabt, nur jetzt ohne Maske.

Ursprünglich erschienen auf transatlantic-forum.org]

VHS Essen im Fadenkreuz der Propaganda

Propaganda für die Islamische Republik ist in Deutschland ubiquitär. Kaum eine Zeitung, kaum ein Fernsehsender, der frei davon wäre. Als Leser oder Zuschauer springt einem allenthalben die typische Sicht der sog. “Reformer” auf die politische Situation Irans entgegen, verbunden mit der – manchmal explizit, manchmal implizit erhobenen – Forderung, der Westen müsse die Islamische Republik stützen, da sonst die Hardliner an die Macht gelangten.

Mossadegh

Zum Thema Mossadegh habe ich mich an verschiedenen Stellen geäussert (u.a. hier). Zur Erinnerung: Mossadegh hiess der iranische Premierminister, der 1953 einem Coup der CIA zum Opfer gefallen sein soll. Der Nahost-Publizist Michael Lüders hat daraus eine Ursünde der USA im Nahen Osten konstruiert, die am Anfang einer verhängnisvollen Kette von Ereignissen stehen soll, die den Nahen Osten ins Unglück gestürzt hat.

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