Schon immer habe ich mich für andere Kulturen und für Fremdsprachen interessiert, was mich dann mehr oder weniger zwangsläufig zu einem Studium der Orientalistik geführt hat. Da mich nicht einfach nur der Nahe Osten, sondern vor allem die östliche Mittelmeerwelt interessiert hat, kam noch ein Studium der Neogräzistik und Byzantinistik hinzu.

Während meines Studiums bin ich viel, aber nicht nur, mit dem Rucksack gereist. Meine erste Reise hatte mich direkt nach meinem Wehrdienst nach Israel geführt, wo ich Jahre später mit einem Stipendiat des Staates Israel an meiner Doktorarbeit forschen sollte.

Etwa in dieser Zeit fällt auch meine erste Beschäftigung mit China und dem Chinesischen. Letzteres zu erlernen habe ich aus Zeitgründen damals aber noch nicht mit der Hartnäckigkeit verfolgt, mit der ich das heute seit etwa 2019 tue.

Neben meinen wissenschaftlichen Interessen hatte ich immer auch ein Faible für die Literatur, die Essayistik, das Bloggen, das Übersetzen und den Journalismus. Vor einiger Zeit habe ich daher eine Ausbildung zum Fachjournalisten gemacht. Inhaltlich liegt mein Schwerpunkt vor allem auf kultur- und ideengeschichtlichen Themen.

Seit einigen Jahren praktiziere ich intensiv und mit grosser Leidenschaft Wing Tsun.


Mein Werdegang umfasst folgende Studiengänge:

  • Orientalische Philologie (Orientalistik) und Islamwissenschaften, u.a. bei Gerhard Endreß, Anke von Kügelgen und Stefan Reichmuth in Bochum. Ebd. M.A. (2000) und Dr. phil. (2005);
  • Neugriechische und Byzantinische Philologie bei Georgios Makris in Bochum;
  • Politikwissenschaften mit dem Schwerpunkt politische Ideengeschichte u.a. bei Peter Weber-Schäfer;
  • Nahoststudien an der Hebräischen Universität Jerusalem (2001-2002), u.a. bei Anat Lapidot-Firilla, Reuven Amitai und Moshe Sharon;
  • Zwei Semester Religionswissenschaften in Jerusalem bei David Satran und Guy Stroumsa.

Dazu gehören Kenntnisse in Arabisch, Persisch und Neugriechisch. Ich bin ehemaliger Stipendiat des Staates Israel. Dort habe ich neben der Recherche für meine Doktorarbeit auch mein Hebräisch vertieft.

In Bochum war ich u.a. am Glossarium Graeco-Arabicum (in Kooperation mit der Universität Yale) beschäftigt.

Spätere Forschungsprojekte haben mich an die Universitäten Erfurt, Halle-Wittenberg und Münster geführt.

In Frankreich (Nantes und Paris) sowie in den National Archives in London habe ich Archivstudien durchgeführt.

Im Jahr 2010 fand mein letzter längerer Aufenthalt im Nahen Osten statt, als ich drei Monate lang (August bis November) in Aleppo und Damaskus Feldstudien durchführte.

In den Jahren 2015-2016 war ich als Experte am Salafismus-Projekt der Hessischen Stiftung Friedens- und Konfliktforschung (HSFK) beteiligt, aus dem ein Sammelband unter dem Titel Salafismus und Dschihadismus (2016) hervorgegangen ist.

Mein Forschungsinteresse gilt primär der politischen Ideengeschichte und fächert sich in etwa wie folgt auf:

  • die Rezeption der griechischen Antike im Denken mediterraner Reformer und Modernisierer des 19. und 20. Jahrhunderts,
  • politisch-kulturelle Verflechtungen des östlichen Mittelmeerraums in der Neuzeit,
  • die gegenseitige Wahrnehmung und Interaktion zwischen Europa und dem Nahen Osten,
  • die Geschichte des Islam im östlichen Mittelmeerraum,
  • die ideologischen und kulturellen Voraussetzungen der auf dem Boden des Osmanischen Reichs entstehenden Nationalstaaten,
  • das Spannungsverhältnis von Politik und Religion in der Geschichte vor allem des mediterranen Raums,
  • Theorien der Moderne und
  • die politische Ideengeschichte im globalen Vergleich.

Für Vorträge zu diesen Themen können Sie mich buchen (Kontaktformular). Ich bin vortragserfahren in deutscher und englischer Sprache.

Folgende Institutionen zählen mich als ihr Mitglied:

  • BICSA (Berlin International Center for the Study of Antisemitism – Senior Permanent Research Fellow) [Link];
  • EWTO (European WingTsun Organisation);
  • DAVO (Deutsche Arbeitsgemeinschaft Vorderer Orient);
  • SPME (Scholars for Peace in the Middle East – Gründungsmitglied des German Chapter);
  • KDNA (Koordinierungsrat deutscher Nicht-Regierungsorganisationen gegen Antisemitismus e.V.) [Link].

Von 2017 bis zu meinem Rücktritt 2018 war ich Co-Herausgeber des Journal of Contemporary Antisemitism (JCA) bei Academic Studies Press in Brighton, MA.

Seit Anfang des Jahres 2018 bin ich zudem Mitglied im Beirat der Ausstellung “1948”. [Link]

Zuletzt habe ich u.a. folgende Publikationen vorgelegt:

  • Einen Beitrag im Band der FachtagungIslamisten und Rechtsextremisten: Wie mit den Feinden der freien Gesellschaft umgehen?“, die im Mai 2018 in Mainz stattfand.
  • Mitte 2019 erschien bei Springer VS ein Sammelband zum Thema Reformation und Islam, an dem ich als Herausgeber, Übersetzer und Autor beteiligt bin;
  • Im 2. Quartal 2019 folgte meine vierte Monographie The Renaissance of the Levant bei De Gruyter.

Anfang 2020 habe ich meine Ausbildung zum Fachjournalisten an der Freien Journalistenschule in Berlin (FJS) erfolgreich absolviert.

(Stand 30.10.2021)