Osten trifft Westen

Schlagwort: Naher Osten

Mein Vortrag bei DEIN e.V. jetzt online

Der Verein Demokratie und Information e.V., verantwortlich für die Ausstellung “1948“, hat mich in seiner Akademie-Reihe eingeladen, einen Vortrag zum Thema “Der Nahe Osten nach dem Ersten Weltkrieg” zu halten.

So viele Nahostexperten

Im Internet kann man bombastische Webpräsenzen von Leuten finden, die Islamwissenschaften oder Orientalistik studiert, aber noch keinen einzigen Fachaufsatz, keine einzige Rezension und kein einziges Buch, geschweige denn eine Doktorarbeit publiziert haben, sich aber erfolgreich als Referenten für den Nahen Osten anbieten, um ihr Halbwissen unter die Leute zu bringen.

Die Islamische Republik und ihre deutschen Berichterstatter

Die Menschen sind entweder Hardliner oder Reformisten, denn die Islamische Repiublik geniesse eine “gewisse Legitimität in der Bevölkerung”, glaubt eine “Spiegel”-Korrespondentin, die mit ein paar Leuten in Teheran auf der Strasse geplaudert und sich den Rest fröhlich zusammengereimt hat.

Der machtlose Herr Z.

Die Nachricht ist schon eine Woche alt, aber deutschsprache Medien wissen wenig mit ihr anzufangen: Der iranische Aussenminister Javad Zarif hat in einer internen, nicht für die Öffentlichkeit bestimmten Unterhaltung zugegeben, Null Einfluss auf die Aussenpolitik seines Landes zu haben.

Das Gespräch kam durch ein Datenleck an die Öffentlichkeit und wurde vom Sender “Iran International”, der ein regimekritisches Programm ausstrahlt, verbreitet. Natürlich ist das alles nicht neu und längst allgemein bekannt, dass in Iran nur Revolutionsführer Khamenei und die Revolutionsgarden (Pasdaran) das Sagen haben. Bemerkenswert ist dennoch, dass ein hochrangiger iranischer Politiker dies unumwunden zugibt.

Denn Khamenei und seine Helfershelfer, die Pasdaran, machen nicht nur, was sie wollen – sie halten es selbst dann noch nicht einmal für nötig, den eigenen Aussenminister über ihre Operationen in Kenntnis zu setzen, wenn diese seinen diplomatischen Bemühunen zuwiderlaufen! Einmal mehr zeigt sich, dass ein solches Regime für den Westen ganz gundsätzlich kein Verhandlungspartner sein kann.

Es handelt sich um ein religiös-paramilitärisches Regime, das sogenannte “Moderate” wie Zarif nur als Köder für den Westen benutzt, um Zugeständnisse zu erlangen. Auf das Datenleck hat es wie gewohnt mit weitreichenden Repressalien reagiert, zusätzlich zu den üblichen Menschenrechtsverletzungen. Alles wie gehabt, nur jetzt ohne Maske.

Ursprünglich erschienen auf transatlantic-forum.org]

Die Neuordnung des Nahen Ostens nach dem 1. Weltkrieg

Ein Filmbeitrag der “Deutschen Welle” zur Neuordnung das Nahen Ostens nach dem 1. Weltkrieg wiederholt alte Mythen und bedarf deshalb der Richtigstellung. Hier geht es um zwei Behauptungen: 1) Dass mit dem Sykes-Picot-Abkommen Briten und Franzosen das Vertrauen der arabischen Völker ausgebeutet haben, 2.) dass der Nahe Osten bis heute unter willkürlich gezogen Grenzen zu […]

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