Nach meinem Wehrdienst (und einer kurzen Spanne als Zeitsoldat) studierte ich an der Ruhr-Universität Bochum Orientalistik, d.h. Sprachen, Geschichte und Literaturen des Orients, Neogräzistik, also nachklassische griechische Sprache, Geschichte und Literatur, sowie Politikwissenschaft (M.A. 2000, Dr. phil. 2005).
Die Orientalistik verstehe ich im klassischen Sinne, also auf ganz Asien beogen. Auch wenn meine Ausbildung zunächst nur den arabischen, persischen und türkischen Raum umfasste, so sehe ich das Studium ostasiatischer Sprachen, Geschichte und Literaturen als prinzipiell zum Fach gehörig.
Im Themenspektrum der seit 1846 erscheinenden «Zeitschrift der Deutschen Morgendländischen Gesellschaft» wird «Morgenland» (=Orient) noch in diesem Sinne verstanden, auch wenn sich an den Universitäten längst eine institutionelle Abspaltung der Ostasienwissenschaften von der Orientalistik vollzogen hat.
Zudem verstehe ich die Orientalistik nicht als reine Philologie, sondern als Teil der Kultur- und Geschichtswissenschaften, wie dies mittlerweile auch Mainstream geworden ist. Mit der Neogräzistik schlage ich die Brücke zwischen Europa und Asien, wobei in beiden Fächern mein Hauptinteresse der modernen Ideengeschichte gilt.
Politische Ideengeschichte war neber der Internationalen Politik mein Schwerpunkt im Studium der Politikwissenschaft. In der Magisterprüfung wählte ich daher die politische Philosophie von Platon und Hegel als meine Themen. Seitdem publiziere ich über die Europaidee und den damit zusammenhängenden Diskurs über die Moderne und ihre Bedeutung für die Kultur.
Kultur verstehe ich in einem sehr breiten Sinne, also neben ;Kunst und Literatur auch Politik und Religion umfassend. Da ich interkulturell vorgehe, betrachte ich die vergleichende Perspektive in historischer Dimension als unabdingbar, um Konflikte und Verwerfungen der Gegenwart zu verstehen.
Meine Publizistik umfasst wissenschaftliche und journalistische Texte, aber auch Essays, Analysen, Glossen und überhaupt Blogbeiträge. Ich bin kein Aktivist und fühle mich allein dem Anspruch verpflichtet, Fakten zu ermitteln und einzuordnen. Dessen ungeachtet besteht mein Standpunkt darin, im Zweifelsfalle die Freiheit gegen die Tyrannei zu verteidigen.
Am besten verteidigt wird sie von der bürgerlichen Mitte und verkörpert in der Idee des historisch gewachsenen Rechtsstates oder liberalen Konstitutionalismus. Die Marktwirtschaft ist nicht nur freier, sondern auch gerechter als jede Form von Staatswirtschaft; politische Extreme lehne ich ab. Auch dem Libertarismus stehe ich skeptisch gegenüber.
Viele gesellschaftliche Konflikte können vielleicht nicht gelöst, wohl aber auf dem Weg des Parlamentarismus gemildert werden. Radikale Lösungen kann es in einer Demokratie nicht geben, deren Signaturen Kompromiss und Pragmatismus lauten. Mein Menschenbild ist neutral, gleichwohl bin ich Kulturoptimist.
Zuguterletzt bin ich ehemaliger Stipendiat des Staates Israel und ausgebildeter Journalist (FJS Berlin). Sportlich betätige ich mich auf dem Feld zweiter Kampfkünste bzw. -sportarten: des Wing Tsun Kung Fu und des Modern Arnis, die ich beide täglich trainiere und die mich inspirieren und auf meinem Weg motivieren.