Was hier Robert D. Kaplan, Chief Geopolitical Analyst des Thinktanks Stratfor schreibt, geht doch einmal runter wie Öl:
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Mit einiger Verspätung habe ich Niall Fergusons Empire gelesen und manches denkenswerte darin gefunden. So war die englische Besiedelung Irlands nach Ferguson nicht die Ursache für den späteren, bis heute andauernden Konflikt, sondern als dessen Lösung gedacht. Hintergrund war die Furcht Englands, das katholische Spanien könnte über Irland auf Britannien zugreifen.
Ein Nachtrag zum koranischen “fī sabīl Allāh” (Vorgeschichte s. hier), das uns in Sure 2:190 begegnet: وَقَٰتِلُوا۟ فِی سَبِيلِ ٱللَّهِ ٱلَّذِينَ يُقَٰتِلُونَكُمۡ وَلَا تَعۡتَدُوٓا۟ۗ إِنَّ ٱللَّهَ لَا يُحِبُّ ٱلۡمُعۡتَدِينَ . Dass fī sabīl nicht “auf dem Weg” heisst, sondern “um … willen”, hatte ich bereits erläutert. Nicht allen Koranübersetzern scheint der Begriff jedoch geläufig zu sein, weshalb sie ihn fälschlicherweise wortwörtlich übersetzen.
Wenn es so etwas wie Religion nicht gibt, wie Peter Sloterdijk meint, sondern nur Übung, “Anthropotechnik”, was müsste dann vorhanden sein, um sagen zu können, es gebe Religion? „Die effektivste Weise, zu zeigen, daß es Religion nicht gibt, besteht darin, selbst eine in die Welt zu setzen.“ Das ist witzig formuliert, sagt aber nichts aus.
Handlungen im Rahmen des Dschihad, schreibt der Historiker Joseph Croitoru, werden traditionell mit der Formel “Auf dem Weg Gottes” – fī sabīl Allāh – verbunden.1 Auch bei der Islamwissenschaftlerin Katajun Amirpur heisst es, dass Dschihad “sich Mühen auf dem Wege Gottes” – jihād fī sabīl Allāh – bedeute.2