Wer sich fragt, warum deutsche Universitäten im internationalen Vergleich so schlecht abschneiden, der sei daran erinnert, dass sie überwiegend eine Abteilung des öffentlichen Dienstes darstellen. Verkrustete Strukturen, Statusdenken, Formalismus, Unterfinanzierung, Elitarismus und Ineffizienz sind vor allem in den Geisteswissenschaften tief verankert.
Was Rafael Laguna de la Vera las, der Vorsitzende einer staatlichen Institution, die sich “Bundesagentur für Sprunginnovationen” nennt, im Interview an Problemen nennt, mit denen er zu kämpfen hatte, erinnert sehr an die Absurditäten aus dem geisteswissenschaftlichen Betrieb unserer Universitäten:
Mir ist zum Beispiel schnell aufgefallen, dass niemand die Internetadresse für uns reserviert hatte. … Also habe ich das schnell gemacht. Als ich die Adresse später an die Agentur übergeben wollte, war das ein riesiger Akt. Ich hatte ja 27,50 Euro oder so was für die Registrierung bezahlt, und der Bund darf sich nicht so einfach etwas schenken lassen.
Innovation ist dem öffentlichen Dienst so vertraut wie der Bergziege das Unterwasserleben. So wird Deutschland im Wettlauf gegen China und die USA kaum bestehen.
[Ursprünglich erschienen auf transatlantic-forum.org]
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