Im 19. und frühen 20. Jahrhundert gab es in verschiedenen Teilen der islamischen Welt kulturelle Erneuerungsbewegungen, vor allem auf dem Gebiet des Osmanischen Reiches, einschliesslich des südöstlichen Europa. Hintergrund für diese kulturelle Erneuerung war der Geist des Nationalismus, der die Gemüter erfasst hatte, wobei Nationalismus hier nicht als dumpf-xenophobe Bewegung zu verstehen ist, sondern das […]
Autor: Michael Kreutz Seite 10 von 16
Alexander Dobrindt (CSU) mag ein Populist sein, aber er hat recht, wenn er sagt, dass kein islamisches Land auf der ganzen Welt eine vergleichbare demokratische Kultur entwickelt habe, wie wir dies aus christlichen Ländern kennen. Hat dieser Umstand etwas mit dem Islam zu tun? Die Bejahung dieser Antwort liegt nahe, denn einzelne Aspekte der Religionen sind immer […]
Am Dienstag und Mittwoch fand in der Staatskanzlei Mainz die VI. Fachtagung “Islamisten und Rechtsextremisten” statt, die nicht öffentlich, aber mit ca. 200 Gästen gut besucht war. Veranstalter waren das LKA Rheinland-Pfalz und das BAMF. Dass der Linksextremismus ausgespart wurde, war durchaus Gegenstand der Kritik. Allgemein waren die Vorträge und Debatten im grossen und ganzen kaum […]
In der öffentlichen Debatte über den Islam hierzulande ist immer wieder zu hören, dass die Scharia komplex und flexibel sei und im Familienrecht auch fortschrittlich interpretiert werden könne, womit sie nicht im Gegensatz zu unserer Rechtsordnung stünde. Das mag so sein, aber wohin es führen kann, wenn der demokratische Rechtsstaateiner muslimischen Angelegenheit erlaubt, Angelegenheiten, für […]
Das Selbstverständnis der Islamwissenschaft nicht nur in Deutschland hat sich in den letzten zwanzig Jahren gewandelt und ist seitdem immer wieder Gegenstand der Diskussion. Seit längerem schon zu den Kritikern des Faches gehört Bassam Tibi, der sich als Islamologe versteht. Im vergangenen Jahr hat er seine Kritik unter dem Titel Islamische Geschichte und deutsche Islamwissenschaft als Buch vorgelegt. […]
Er ist nicht nur als ein Kritiker des Islam bekannt, sondern auch als einer der Islamwissenschaften. Die Rede ist von Bassam Tibi, der in vielem recht hat, in anderem nicht, dessen Texte aber immer lesenswert sind. Dass ein Querkopf wie Tibi umstritten ist, bleibt natürlich nicht aus. Ganz unschuldig ist er daran nicht. Zum einen […]
An der Universität Bochum wird derzeit eine Professur für „Transformationen Audiovisueller Medien unter besonderer Berücksichtigung von Gender und Queer Theory” ausgeschrieben. Der Vormarsch der Gender Studies ist nichts ungewöhnliches, da sie sich als „Querschnittswissenschaft‟ verstehen und Relevanz für sämtliche akademischen Disziplinen beanspruchen. Bemerkenswert ist vielmehr, dass besagte Professur als Teil der Medienwissenschaften an der Fakultät für […]
Max Weber wollte verstehen, warum unterschiedliche Zivilisationen unterschiedliche Entwicklungspfade eingeschlagen haben und warum das, was wir „Moderne‟ nennen, eine Erfindung des Abendlandes ist. Einer der zentralen Begriffe in diesem Zusammenhang ist der der „Entzauberung‟, den der Soziologe Hans Joas in seinem Buch Die Macht des Heiligen einer gründlichen Kritik unterzieht. Darin will Joas einerseits den Weberschen Ansatz überwinden, Weber andererseits neu deuten.
Eine Replik auf „Zwei Staaten, eine Stadt – und keine Lösung‟ von Simone Paganini, Aachener Zeitung vom 29.12.17 [Link]
Jerusalem ist seit dreitausend Jahren zentraler Sehnsuchtsort des Judentums und in diesem, nicht etwa im administrativen, Sinne seit jeher Hauptstadt Israels. Mag sein, dass die israelische Antikenverwaltung zuweilen etwas optimistisch ist, was die Eiordnung archäologischer Funde angeht, doch ändert dies an der Bedeutung Jerusalems für das Judentum gar nichts.
Die islamische Welt befindet sich in keinem guten Zustand. Warum das so ist, darüber hat sich schon mancher den Kopf zerbrochen. Der Religionswissenschaftler Michael Blume drängt in seinem Buch Islam in der Krise mit eigenen Thesen auf den Büchermarkt, die zwar nicht ganz zu überzeugen vermögen, sein Buch aber auch so zu einer durchaus angenehmen Lektüre machen.