“Wahre Chilifans”, schreibt Amal Naj in seinem Buch “Scharfe Sachen”, “hegen nicht nur eine Vorliebe für scharfe Sachen – sie werden von einem regelrechten Verlangen getrieben. (…) Sie stöhnen wohlig ‘Ah!’, wenn sie in eine knackige Schote beissen. Und während sie noch schniefen und nach Luft ringen, verlangen sie schon nach mehr, damit die Wogen der süssen Qual nicht allzu rasch verebben.”
Autor: Michael Kreutz Seite 8 von 16
Geht es um den interreligiösen Dialog, dann wird es gern idealistisch. Überhaupt stelle ich immer wieder fest, wie ihre Verfechter häufig so tun, als gäbe es, sobald es um den Islam geht, nur den Koran und eine Vielzahl von Auslegungen – ganz so, als habe es nie eine tausendjährige Theologie gegeben, wobei wir hier das Wort Theologie in Ermangelung eines passenderen Begriffs verwenden, haben sich doch die muslimischen Rechtsgelehrten immer als Juristen begriffen.
Vor einiger Zeit hatte ich das Buch “Globaler Antisemitismus” des Sozialwissenschaftlers Samuel Salzborn auf meinem Schreibtisch liegen und doch eine Menge darin gefunden, das die Lektüre zu einer angenehmen machte. Salzborn argumentiert recht unideologisch. Zwar steht er der Frankfurter Schule nahe, aber er vermeidet es, die Verbrechen der nationalsozialistischen Schreckensherrschaft der bürgerlichen Gesellschaft ans Bein zu binden.
Dank Corona sitzen also viele von uns zuhause und manch einer fragt sich, wie er es aushalten soll. Das geht mir genauso, weil das Minimum an sozialen Kontakten, mit dem ich derzeit auskommen muss, auf das Gemüt drückt, auch wenn ich wohl soviele private Mitteilungen wie noch nie über WhatsApp, FB und per Email erhalte.
Propaganda für die Islamische Republik ist in Deutschland ubiquitär. Kaum eine Zeitung, kaum ein Fernsehsender, der frei davon wäre. Als Leser oder Zuschauer springt einem allenthalben die typische Sicht der sog. “Reformer” auf die politische Situation Irans entgegen, verbunden mit der – manchmal explizit, manchmal implizit erhobenen – Forderung, der Westen müsse die Islamische Republik stützen, da sonst die Hardliner an die Macht gelangten.
Na, das kann ja was werden, dachte ich. Diskursanalyse nach Siegried Jäger? Das ist eine von diesen neomarxistischen Theorien, die an den Universitäten schon genug Unheil angerichtet haben. Jäger glaubt, dass wir, weil die der Wirklichkeit keine Wahrheiten entnehmen können, sondern sie immer nur auf der Grundlage unseres eigenen Wissens deuten, Wissenschaft „immer schon politisch‟ sei. Kein guter Start.
Es ist doch immer wieder schön, eine neues Buch in Händen zu halten, das den eigenen Namen trägt. Gestern kamen dann meine fünfzehn Autorenexemplare per Post.
Dass ich mit mit den Theorien von Günter Lüling beschäftigt habe, ist schon Jahre her. Natürlich ist die Idee eines Ur-Koran faszinierend, von den Implikationen ganz zu schweigen. Lüling nahm an, dass Vertreter des Judenchristentums sich vor dem entstehenden hellenistisch-römischen Imperiums-Christentum auf die arabische Halbinsel gerettet haben, wo ihre Glaubensüberzeugungen gewissermassen arabisiert worden seien. (Über den Ur-Qur`ān, Erlangen 1974, S. 403-5; Die Wiederentdeckung des Propheten Muhammad, Erlangen 1981, S. 75).
Man weiss gar nicht, wo man anfangen soll. Da erzählt ein Islamwissenschaftler im “Deutschlandfunk” wirklich einen Haufen Mumpitz, den er als wissenschaftliche Erkenntnis verkauft. Dabei sind seine Thesen weder neu noch wissenschaftlich fundiert, sondern Teil des Mantras, den die Anhänger des Postkolonialismus seit jeher verbreiten. Frank Griffel heisst der Mann, dessen Geschichtsklitterung einem höheren Zweck dient, dem Kulturrelativismus:
Im folgenden liste ich einige Online-Ressourcen auf, die mir in letzter Zeit untergekommen sind und die mancher Leser oder manche Leserin für nützlich befinden mag. Jarayed – Arabic Newspaper Archive of Ottoman and Mandatory Palestine LINK. Eine Datenbank digitalisierter Zeitungen, die im 19. und frühen 20. Jahrhundert in Palästina erschienen. Onomasticon Arabicum – اونوماستيكون ارابكوم […]