Wieder einmal wundern wir uns, was so alles auf dem Buchmarkt als vorgebliche Belletristik gehypt wird. Der Roman «22 Bahnen» fängt tatsächlich mit einer Einkaufsliste an, also einer Liste von Substantiven. Es folgt der krptische Satz:
Schlagwort: Kultur Seite 2 von 5
Schon vor zweihundert Jahren hat sich ein Alexander Puschkin darüber amüsiert, dass viele Literaten seiner Zeit eine Neigung zum geschwollenen Ausdruck haben.
Elon Musk, Unternehmer und Betreiber der Soziale-Medien-Plattform «X», früher bekannt unter dem Namen Twitter (die Plattform, nicht der Unternehmer), sagt, seine integrierte AI-Techonologie namens Grok könne selbst Fragen beantworten, deren Lösung weder das Internet noch Bücher bereithalten.
Als er vor drei Jahren in die Kinos kam, wurde der Film “wurde”Tár” hochgelobt. Er handelt von einer Dirigentin in Berlin und keine Rezension und keine Beschreibung des Films kommt ohne den Hinweis aus, dass sich die Protagonisten Lydia Tár in einem “männerdominierten Beruf” zu bewähren habe. Doch wer glaubt, bierbei handele es sich um einen Film, der die entsprechenden Widerstände thematisiert, der irrt. Der Zuschauer wird hier Glatteis geführt.
Believe it or not, Chinese New Year begins today – and it is the Year of the Dragon. The dragon (龍 lóng) symbolizes strength and success in Chinese culture and, especially this year, has a kind of superpowers.
Kürzlich hatte ich das Vergnügen, Luis Buñuel auf der Bühne zu erleben, natürlich nicht ihn persönlich, der schon lange nicht mehr unter den Lebenden weilt, sondern in Form eines Stückes, das sich “Der Würgeengel” nennt, von Psalmen und Popsongs handelt und an das gleichnamige surrealistische Filmdrama Buñuels anlehnt.
Keine Ahnung, was all die Redakteure und Blogger dazu treibt, unter der Rubrik “Comic” fast ausschliesslich sogenannten Graphiknovellen zu huldigen, die das Medium Comic der Belletristik gleichstellen wollen, am Ende aber häufig weder das eine noch das andere sind, sondern nur hochtrabende Geschichten, die in mittelmässige Bilder umgesetzt wurden.
Schon in der ersten Zeile des Romans geht es los:
“Geräusche hinter der Wand, als würde ein Lastwagen immer wieder versuchen, durch die Wände durchzukommen.“
Elias Canetti in his memoir recalls an event as of July 15, 1927 that became photographed on his brain. At that time, workers were shot in Burgenland, Austria, but the murderers were acquitted. That caused an uproar in Vienna.
Picasso’s studio was a “temple of a kind of Picasso religion”, according to his late lover Françoise Gilot. Among its regular visitors was the photographer Brassai who was known for his clumsiness and Picasso took pleasure in taunting him with the words, “Well, what are you going to destroy today?”