Seit der Erfindung des “Ministry of Silly Walks” durch die Monty Pythons hat es eine solche Idee nicht mehr gegeben: Ein Kleriker aus dem iranischen Qom plädiert für die Errichtung eines “Ministeriums zur Erwartung des Mahdi”, was wohl die logische Konsequenz aus dem Geniestreich einer anderen Geistesgrösse ist, die die Gründung eines Koranministeriums vorgeschlagen hatte.
Wenn alle Vertreter des Staates sich zusammenschliessen und von der guten Sache überzeugt sind, so Hodjatoleslam Samsamoddin Qavami, dann wird es nicht bei einer rhetorischen Floskel bleiben. Haben denn die Menschen zuvor nicht auch eine islamische Revolution für unmöglich gehalten, die dann dennoch eingetreten ist? Na also.
Um die “Kultur des Mahditums” voranzutreiben, soll die Sprache der Kunst in Kinos und Theatern, in der Bildhauerei und in der Poesie zum Ausdruck kommen, fordert Qavami (s. auch hier). Mahdi-Visionen statt Panavision? Warten auf den Mahdi statt Warten auf Godot? In Ghom ist nichts unmöglich!
Da die für die Jamkaran-Moschee Verantwortlichen den Enthusiasmus der Massen nicht zu kontrollieren in der Lage seien, müsse der Staat seine Aufmerksamkeit auf dieses Problem richten und das ganze Land mobilisieren, findet der Kleriker.
(Dank an Nasrin)
