Syriens Diktator Bashar al-Assad hat Damaskus mit unbekanntem Ziel verlassen, sein Regime ist damit nach 24 Jahren Geschichte. Der Sturz kommt überraschend schnell und ist auch eine Niederlage für Russland und die Islamische Republik, sowie die mit dieser verbundenen Hisbollah. Die selbsternannte „Achse des Widerstands“ gegen Israel ist zerbrochen. Zumindest vorerst.
Kategorie: Syrien
Die Zitadelle ist – neben der Umayadenmoschee – die Hauptattraktion von Aleppo und so lag es nahe, einige Bilder für Google Maps beizusteuern.
Doch mittlerweile ist die Zitadelle ebendort nicht mehr zu finden. Was ist passiert?
Trumps doppelter Coup
Trump bleibt unberechenbar. Obwohl wir hier nicht unbedingt pro Trump sind, muss man sagen: Hut ab vor seinem jüngsten Doppel-Coup. Mehrmals schon hatte ich den Eindruck, Trump oder seine Berater könnten Bacevich gelesen haben. Jedenfalls scheint der Mann militärischen Operationen abhold, die nur irgendwie darauf abzielen, amerikanisches Engagement im Nahen Osten zu zeigen.
Aleppo und die Logik des Krieges
Der Westen, hört man dieser Tage immer wieder, habe in Aleppo versagt. Hätte der Weste Assad nur rechtzeitig gestürzt, dann gäbe es jetzt nicht über 400.000 Tote und läge Aleppo nicht in Trümmern. Wer trägt dafür die Verantwortung?
Assad am Gängelband
Aus Syrien war zuletzt mehrfach zu hören gewesen, dass das Assad-Regime stark in Bedrängnis geraten sei. Manche haben deshalb schon den baldigen Fall des Regimes vorhergesagt, andere fanden das verfrüht. Die libanesische Zeitung «Annahar» wiederum weiss unter Berufung auf gut unterrichte Kreise zu berichten, dass das Assad-Regime zwar nicht am Ende ist, aber dennoch in Sorge. Und der Grund sind nicht allein die Rebellen.
Die Aufschneider
Wer versucht, sich einen Überblick über die Lage in Syrien und dem Irak zu verschaffen, gerät sofort in den Sog der Propagandaschlacht. Übertreibung ist darin noch das harmloseste Mittel, manches ist schlicht grotesk. So behaupten Pro-Assad-Quellen, dass Abu Bakr al-Baghdadi, der Chef der ISIS-Terroristen, Jude sei, während Pro-ISIS-Kreise Assad zum israelischen Kollaborateur machen. Es wird hemmungslos gefälscht, Bilder aus dem Zusammenhang gerissen – und sogar Ereignisse behauptet, die nie stattgefunden haben.
Ein Krankenhaus in Aleppo
Wohl kein Krieg der Geschichte stand jemals so sehr im Scheinwerferlicht der Öffentlichkeit wie derjenige im gegenwärtigen Syrien. Beinahe im Minutentakt wird Filmmaterial ins Internet hochgeladen, das den Schrecken des Krieges immer wieder aufs Neue demonstriert.
Mitteilungen aus Kilis (20)
Von Muhammad H.
Die syrische Revolution dauert an, nunmehr auf bewaffnete Weise. Die syrische Arena wimmelt nur so von merkwürdigen und verdächtigen Interessenüberlagerungen. Das seltsamste ist der Egoismus mancher Rebellen – solcher, die womöglich andere Ziele haben als Freiheit, Gleichheit und soziale Gerechtigkeit.
Mitteilungen aus Kilis (19)
Mittlerweile hat sich die bewaffnete Opposition darauf geeinigt, die Nationale Koalition nicht anzuerkennen – unter dem Vorwand, diese repräsentiere nicht den Willen und die Bestrebungen des syrischen Volkes. Prima.
Mitteilungen aus Kilis (18)
Muhammad H.
Einige der türkischen Anhänger von Assad machen in der Türkei Propaganda für eine extrem gefährliche Sache. Sie behaupten, dass die Opposition den chemischen Angriff vorgenommen habe, nachdem die Türkei sie mit den entsprechenden Waffen ausgerüstet hat. Erdogan selbst soll die syrische Opposition mit Waffen versorgen.
