Die Universität Hamburg hat sich mit Formen der Radikalisierung in Deutschland befasst; in der Studie befindet sich auch ein Kapitel über Antisemitismus unter Muslimen.
Kategorie: Antisemitismus
Die Wurzeln der Judenfeindschaft
Gibt es eine Kontinuität des Antisemitismus bis auf die Antike? Oder muss der Judenhass in seiner modernen Form ganz grundsätzlich vom vormodernen Antijudaismus unterschieden werden? Ein Arbeitspapier des Philosophen Sven Ellmers will dem nachgehen.
Ich habe einmal einen Vortrag zum Nahostkonflikt gehalten und kam anschliessend mit einigen Zuhörern ins Gespräch. Als ich einer älteren Dame sagte, dass die antisemitische Propaganda einschliesslich der Leugnung des Holocaust noch nicht einmal das Schlimmste in den arabischen Ländern sei, da schaute sie mich mit grossen Augen an und fragte: «Nicht? Was könnte denn noch schlimmer sein?»
Ein Rückblick auf SPME Germany
Am 25. November 2007, also ziemlich genau vor achtzehn Jahren, fuhr ich von Erfurt, wo ich damals an der Universität arbeitete, nach Berlin, um mit Gleichgesinnten eine deutsche Zweigstelle («chapter») des Hochschulvereins SPME zu gründen, der sich gegen Antisemitismus an Hochschulen einsetzt.
An den Universitäten und Forschungsinstituten wimmelt es von Geisteswissenschaftlern, die grundlegende Fakten nicht zu recherchieren imstande sind, aber meinen, kraft ihrer Promotion über ein gesteigertes moralisches Urteilsvermögen zu verfügen.
Der ganz normale Wahnsinn türkischer und arabischer Medien
Wer sich aus türkischen und arabischen Medien ein Bild über den Gazakonflikt zu machen, findet sich in einer Scheinwelt wieder. Über das grausame Gemetzel der Hamas, dem 1.400 Israelis zum Opfer gefallen sind, erfährt man fast nichts. Türkische und arabische Sender machen sich zu willigen Helfern der Hamas.
Nivellierter Hass
Es ist herrlich absurd, wie sich die “Süddeutsche” bemüht, jegliche Kritik am jüngsten Vortrag der Publizistin Carolin Emcke abzuwehren. Emcke, die zu denen gehört, die die Gefahr für die freiheitliche Grundordnung irgendwie immer nur von rechts kommen sehen, warnte kürzlich in einem Vortrag:
Die Schule der Antizionisten
Wenn eine Kunsthochschule ein Projekt namens “School for Unlearning Zionism” ins Leben ruft, dann ist der erste Gedanke, es müsse sich dabei um etwas handeln, dass vielleicht nicht das ist, was es zu sein vorgibt: Satire. Was so eine Kunsthochschule macht, hat doch alles einen doppelten Boden, ist niemals platt politisch, schlimmstenfalls nur ein simpler PR-Gag, um Aufmerksamkeit zu generieren.
Die zionistische Gefahr” lautet das Kapitel eines saudischen Schulbuchs, das, wie auch andere Schulbücher des Landes, im vergangenen Jahr grundlegend überarbeitet wurde. Der israelische Thinktank IMPACT-se hat sich die Unterschiede in Bezug auf Juden und Israel genauer angesehen und festgestellt:
Vor einiger Zeit hatte ich das Buch “Globaler Antisemitismus” des Sozialwissenschaftlers Samuel Salzborn auf meinem Schreibtisch liegen und doch eine Menge darin gefunden, das die Lektüre zu einer angenehmen machte. Salzborn argumentiert recht unideologisch. Zwar steht er der Frankfurter Schule nahe, aber er vermeidet es, die Verbrechen der nationalsozialistischen Schreckensherrschaft der bürgerlichen Gesellschaft ans Bein zu binden.
