Die Universität Hamburg hat sich mit Formen der Radikalisierung in Deutschland befasst; in der Studie befindet sich auch ein Kapitel über Antisemitismus unter Muslimen.
Schlagwort: Antisemitismus
Die Wurzeln der Judenfeindschaft
Gibt es eine Kontinuität des Antisemitismus bis auf die Antike? Oder muss der Judenhass in seiner modernen Form ganz grundsätzlich vom vormodernen Antijudaismus unterschieden werden? Ein Arbeitspapier des Philosophen Sven Ellmers will dem nachgehen.
Ich habe einmal einen Vortrag zum Nahostkonflikt gehalten und kam anschliessend mit einigen Zuhörern ins Gespräch. Als ich einer älteren Dame sagte, dass die antisemitische Propaganda einschliesslich der Leugnung des Holocaust noch nicht einmal das Schlimmste in den arabischen Ländern sei, da schaute sie mich mit grossen Augen an und fragte: «Nicht? Was könnte denn noch schlimmer sein?»
Australiens Premierminister Albanese will den Antisemitismus in seinem Land mit Symbolpolitik bekämpfen.
Khomeini hatte immer auch Israel im Visier. Er glaubte, die Juden verfolgten das Ziel. den Islam zu vernichten, um eine eigene Weltherrschaft zu errichten, der es zuvorzukommen galt. In dem libanesischen Schiitenführer Imam Musa Sadr fand Khomeini den Vordenker einer schiitischen Achse, deren langfristiges Ziel die Eroberung Jerusalems sein sollte.
Die schwarze Flut
Die Vorstellung erscheint uns absurd, wir könnten eines Tages aufwachen und Deutschland wäre verschwunden. Wer sollte Deutschland angreifen, wer sollte es auslöschen? Hingegen ist die Angst, das eigene Land für immer zu verlieren, in Israel allgegenwärtig. Der israelische Journalist Ari Shavit beschreibt es seinem 2013 erschienenen Buch “My Promised Land”:
Nivellierter Hass
Es ist herrlich absurd, wie sich die “Süddeutsche” bemüht, jegliche Kritik am jüngsten Vortrag der Publizistin Carolin Emcke abzuwehren. Emcke, die zu denen gehört, die die Gefahr für die freiheitliche Grundordnung irgendwie immer nur von rechts kommen sehen, warnte kürzlich in einem Vortrag:
Die Arbeitsdefintion Antisemitismus der “International Holocaust Remembrance Alliance” (HRA) ist manchen nicht gut genug. Das war zu erwarten, denn der Antisemitismus steht im Zentrum einer anhaltenden Debatte und jeder Konsens über seine Definition ist immer nur ein vermeintlicher. Das Konkurrenzprodukt lautet “The Jerusalem Declaration on Antisemitism” und soll die Schwächen ihrer Konkurrentin beseitigen.
Die Schule der Antizionisten
Wenn eine Kunsthochschule ein Projekt namens “School for Unlearning Zionism” ins Leben ruft, dann ist der erste Gedanke, es müsse sich dabei um etwas handeln, dass vielleicht nicht das ist, was es zu sein vorgibt: Satire. Was so eine Kunsthochschule macht, hat doch alles einen doppelten Boden, ist niemals platt politisch, schlimmstenfalls nur ein simpler PR-Gag, um Aufmerksamkeit zu generieren.
Die zionistische Gefahr” lautet das Kapitel eines saudischen Schulbuchs, das, wie auch andere Schulbücher des Landes, im vergangenen Jahr grundlegend überarbeitet wurde. Der israelische Thinktank IMPACT-se hat sich die Unterschiede in Bezug auf Juden und Israel genauer angesehen und festgestellt:
