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Die Leugnung des Existenzrechts des Staates Israel als Straftatbestand

Um die freiheitlich-demokratische Grundordnung stärker vor Antisemitismus im öffentlichen Raum zu schützen, soll das Strafrecht verschärft werden. Tatsächlich ist die Formulierung des neuen Straftatbestandes klug gewählt, die Begründung fällt aber durchaus widersprüchlich aus.

Der Sprung des Papiertigers gen Westen

Viel ist es ja nicht, was da aus dem Chinesischen ins Deutsche gewandert ist, umso interessanter sind die Wege der Wanderung. Manche Wörter nämlich fanden erst über den Umweg einer anderen Sprache zu uns, wie ein Blogbeitrag des «Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache» zeigt.

Die Schahzeit und der deutsche Journalismus

In der Zeit nach dem 2. Weltkrieg finden sich zweierlei Arten von Autokratien: Die moderaten heutigen wie Vietnam oder Thailand oder Bahrain, in denen es sich recht kommod leben lässt. Und es gibt die Folterkammern, von denen einige in der Vergangenheit zu trauriger Berühmtheit gelangten: Das Regime von Idi Amin in Uganda etwa. Oder das von François Duvalier in Haiti. Oder das von Ernesto Pinochet in Chile.

Fundstück: Saadi über die Despotie

Überwiegend in Prosa abgefasst, doch mit Lyrik reich verziert, gehört der «Rosengarten» (Golestan) von Saadi (13. Jahrhundert) zu den Klassikern der neupersischen Literatur.

Putins Beichtvater und der russische Imperialismus

Im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation hatte der Kaiser mehrere Beichtväter, die zugleich theologisch geschult waren. Sie gehörten bis zu seinem Tod zu seinen engsten Vertrauten. Religiosität war dabei keine Privatangelegenheit, sondern Teil einer Hofkultur, die im Mittelalter und damit noch lange vor dem Aufkommen der Massenmedien auf Symbolwirkung in der Öffentlichkeit zielte.

Holocaust-Erziehung in der Arabischen Welt

Ich habe einmal einen Vortrag zum Nahostkonflikt gehalten und kam anschliessend mit einigen Zuhörern ins Gespräch. Als ich einer älteren Dame sagte, dass die antisemitische Propaganda einschliesslich der Leugnung des Holocaust noch nicht einmal das Schlimmste in den arabischen Ländern sei, da schaute sie mich mit grossen Augen an und fragte: «Nicht? Was könnte denn noch schlimmer sein?»

Novalis über Reformation, Aufklärung, Poesie

Zwei Gedanken von Novalis (1772-1801) aus dem Essay «Die Christenheit und Europa» und einer aus den «Blütenstaub»-Notaten, gefunden in den «Gesammelten Werken», Gütersloh 1967:

Ursprung und Kontingenz der Moderne

Kontingenz, also die Offenheit historischer Entwicklung, ist seit langem ein populäres Schlagwort unter Historikern, Soziologen und Philosophen, was insofern erstaunt, weil das Gegenteil, die Geschichtsteleologie, also der Glaube an eine innere Logik der Geschichte, in den Geisteswissenschaften vor langem ad acta gelegt wurde.

Der Mönch am Tresen

In Asien gibt es eine Konkurrenz zwischen Buddhismus und Christentum und zwar dergestalt, dass ersteres von einer städtischen Elite häufig mit Tradition und Landläufigkeit assoziiert wird, letztereshingegen mit Modernität. Das ruft neue buddhistische Gemeinden auf den Plan, das Image des Buddhismus gehörig aufzupolieren.

Männlichkeit und Gewalt

In diversen Fachdisziplinen schon lange diskutiert wird ein Zusammenhang zwischen martialischem Männerbild, gewalttätiger Erziehung, Autoritarismus und der Neigung zu Krieg. Eine Studie unternauert dies auf Grundlage einer Umfrage und erklärt die russische Aggression gegen die Ukraine nicht zuletzt aus dem vorherrschenden Männerbild:

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