In China gibt es einen jungen Trend, der sich xié xiū nennt, wörtlich: Kultivierung des Bösen. Da das Böse (xié 邪) in Form von Katastrophenmythen oder Weltuntergangsphantasien in der chinesischen Kultur nie ein bedeutsamer Topos war (Schmidt-Glinzer 2009: 80), ist der Begriff ironisch zu verstehen.
Kategorie: Kultur
Moderne Graeca, unerwartet
In meiner Comicsammlung finden sich Alben in mehreren Sprachen: Englisch, Französisch, Italienisch und Arabisch. Auf Griechisch habe ich auch einige, darunter heimische Adaptionen der Komödien des Aristophanes. Natürlich reden wir hier von Neugriechisch, also der modernen Koine.
Warum dieser Hang zu Graphiknovellen?
Keine Ahnung, was all die Redakteure und Blogger dazu treibt, unter der Rubrik “Comic” fast ausschliesslich sogenannten Graphiknovellen zu huldigen, die das Medium Comic der Belletristik gleichstellen wollen, am Ende aber häufig weder das eine noch das andere sind, sondern nur hochtrabende Geschichten, die in mittelmässige Bilder umgesetzt wurden.
Schon in der ersten Zeile des Romans geht es los:
“Geräusche hinter der Wand, als würde ein Lastwagen immer wieder versuchen, durch die Wände durchzukommen.“
Bücher sammeln
Abseits aller akademischen Interessen bekenne ich mich zu einer Schwäche auch für die schöne Literatur, die in meiner Anschaffungsroutine freilich immer etwas zu kurz gerät. Zuweilen beziehe ich meine belletristischen Titel von Flohmärkten, die aber in Zeiten der Pandemie nicht zu haben sind. Gut, dass es Bücherschränke gibt.
Das Geheimnis von Blake & Mortimer
Ein Geheimnis um eine ägyptische Pyramide. Ein wahnsinniger Wissenschaftler, der mit einer Höllenmaschine die Weltherrschaft anstrebt. Eine Zeitmaschine, die verrückt spielt. Ein Krimineller, der mithilfe elektronischer Doppelgänger nach der Macht greift. Ein krankes Hirn, das eine Methode gefunden hat, Menschen zu willenlosen Sklaven zu machen.
Geschichtswäsche
Generation War” heisst die englischsprachige Fassung des deutschen Fernseh-Dreiteilers “Unsere Mütter, unsere Väter”– und die Kritiker im Vereinigten Königreich waren gar nicht amüsiert. Das wiederum gefällt der London-Korrespondentin der FAZ gar nicht, wie sie in einem etwas launisch geschriebenen Artikel zum Besten gibt.
Aus dem Leben eines Anarchisten
Mittlerweile hat Theatermann Claus Peymann sein Weltkriegstrauma soweit überwunden, dass er der “Frankfurter Rundschau” ein Interview geben konnte. Weiser ist er freilich nicht geworden, aber das hat auch niemand erwartet. Dafür traf er auf einen Interviewer, der es ihm überraschend schwer machte.
