Die “Wiener Zeitung” hat einen längeren Artikel zum Thema “politischer Islam” gebracht und ihn mit einigen Statements von mir garniert.
Den Artikel unter dem Titel “Wie viel Politik im Islam steckt” gibt es auch online hier.
[Wiederhergestellt]
Die “Wiener Zeitung” hat einen längeren Artikel zum Thema “politischer Islam” gebracht und ihn mit einigen Statements von mir garniert.
Den Artikel unter dem Titel “Wie viel Politik im Islam steckt” gibt es auch online hier.
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Ist zum Thema Corona schon alles gesagt? Ich bin kein Virologe/ Epidemiologe/ Infektiologe und halte mich daher mit starken Thesen zum Thema Corona zurück. In vielen Dingen bin ich nicht mehr als ein Suchender, der bemüht ist, sich ein Urteil zu bilden, und der sich zuweilen gezwungen sieht, im Lichte neuer Fakten seine Position zu modifizieren. Ansonsten bin ich des Themas Corona, wie so viele wahrscheinlich, schon längst überdrüssig. Aber da ist noch eine Sache, die ich loswerden will.
„The political future of Germany is largely dependent on her attitude towards Islam.“ (Mohammed Iqbal in einem Brief an Martin Hartmann, 1910)
Zu den Irrtümern der Debatte um einen politischen Islam gehört, dass es nur irgendwie darum gehen müsse, der dschihadistischen Gewalt Herr zu werden und man dafür nur die entsprechenden Passagen des Koran historisch zu lesen brauche. Aber das Problem sitzt tiefer und besteht in einem Mangel an individueller Freiheit, der in den muslimischen Gesellschaften herrscht. Die Unterdrückung individueller Lebensentwürfe führt dann mitunter zur Radikalisierung und Phänomenen wie dem politischen Islam.
“Das ‘prophetische Nein’ ist exklusiv (…) und was immer dieser absoluten Wahrheit entgegensteht, ist gefährlich, verboten, sündig und muß, wie der Muslim sagen würde, ‘mit dem Schwert des lāʾ’ abgeschnitten werden.” (Annemarie Schimmel, 1995)
Politischer Islam ist ein unscharfer Begriff. Wenn wir einmal annehmen, dass damit der Islamismus gemeint ist, dann lässt er sich definieren als die Idee, dass Islam und das islamische Recht eine zentrale Rolle im politischen Leben spielen sollen. Damit ist er gegen eine Trennung von Religion und Staat gerichtet und macht, wie es der amerikanische Fachmann Shadi Hamid (2016) formuliert, den Islam “zu einer politischen Theologie der Authentizität und des Widerstandes gegenüber dem Konglomerat aus Säkularismus, Kolonialismus und Authoritarismus.”
„Der Islam, die Regierung und das Volk sind wie das Zelt, die Stange, die Schnüre und die Pflöcke.‟ (Kaʿb ibn al-Aḥbār, überliefert von Ibn Qutaiba, 828-889)
Hatten Islam-Apologeten lange Zeit insistiert, es sei nur ein westliches Vorurteil und die islamische Geschichte nach dem Tode des Propheten sei faktisch säkular gewesen, Staat und Religion getrennt. Das ist die eine Linie der Islam-Apologetik: Alle Errungenschaften, die sich Europa auf die Fahnen schreibt, müssen auch im Islam vorhanden sein und wer das nicht akzeptieren will, ist islamophob.
Joe Biden ist frisch gewählter Präsident der USA und schon lassen manche Journalisten jede professionelle Distanz vermissen.
Während der “Spiegel” auf seinem aktuellen Titel schon deutlich macht, welche Rolle die Redaktion für ihn vorsieht, bezeichnet ein ehemaliger Redakteur des Hamburger Blattes die Trump-Wähler pauschal als “Rassisten, Sexisten, Menschenverachter beziehungsweise Leute, die Rassismus, Sexismus, Menschenverachtung den Weg ebnen, in Ordnung oder egal finden oder zumindest in Kauf nehmen.”
Ein Hintergrundbericht der “Wiener Zeitung” über die jüngste Grossrazzia in Österreich gegen Muslimbrüder und Hamas enthält auch einige Statements von mir.
Der Bericht ist ohne Bezahlschranke frei zugänglich.
[Wiederhergestellt]
Werden die Medien dem künftigen US-Präsidenten Joe Biden genauso auf die Finger schauen, wie es sie bei Trump getan haben?
Donald Trump hat die amerikanische Präsidentschaftswahl verloren. Das ist insofern gut, als Trump kein Freund supranationaler Organisationen war und die bestehende internationale Ordnung beschädigte. Sein Nachfolger, der künftige 46. amerikanische Präsident, Joe Biden, wird das ändern. Aber Trump hatte auch seine Verdienste.