Wie soll sich Deutschland gegenüber der israelischen Regierung positionieren? Natürlich ist Politik immer von Kompromissen geprägt und ist es auch nicht leicht, im Krieg der Narrative Fakt von Fiktion zu unterscheiden, wenn es um Entscheidungen geht, die die Situation im Gazastreifen betreffen. Aber eine grundsätzliche Linie lässt sich skizzieren.
Monat: August 2025
An den Universitäten und Forschungsinstituten wimmelt es von Geisteswissenschaftlern, die grundlegende Fakten nicht zu recherchieren imstande sind, aber meinen, kraft ihrer Promotion über ein gesteigertes moralisches Urteilsvermögen zu verfügen.
Moderne Graeca, unerwartet
In meiner Comicsammlung finden sich Alben in mehreren Sprachen: Englisch, Französisch, Italienisch und Arabisch. Auf Griechisch habe ich auch einige, darunter heimische Adaptionen der Komödien des Aristophanes. Natürlich reden wir hier von Neugriechisch, also der modernen Koine.
Trump verkauft den Westen
Es scheint ein grosser Wurf zu sein, den der amerikanische Präsident Trump in Washington ausgearbeitet hat: Die Ukraine braucht nur auf Teile ihres Territoriums zu verzichten, dann ist der Krieg vorbei und eine Sicherheitsgarantie gibt es zur Versüssung obendrein. Ohnehin wird es der Ukraine kaum jemals gelingen, die Krim und den Donbass zurückzuerobern. Oder nicht?
Begeht Israel einen Genozid?
Zahlreich sind die Stimmen, die Israel einen Genozid im Gazastreifen vorwerfen. Man muss jedoch kein grosser Fan der Regierung Netanjahu sein, um zu erkennen, dass dies ein haltloser Vorwurf ist.
Schon vor zweihundert Jahren hat sich ein Alexander Puschkin darüber amüsiert, dass viele Literaten seiner Zeit eine Neigung zum geschwollenen Ausdruck haben.
Für die Freilassung aller von der Hamas festgehaltenen Geiseln und den Schutz jüdischen Lebens setzt sich eine an die Bundesregierung gerichtete Stellungnahme ein, die zugleich eine Petition ist. Zu den Erstunterzeichnern gehören Angehörige einiger Geiseln, soweit diese die deutsche Staatsange-hörigkeit besitzen. So weit, so gut.
Allzu leichtfertig verbreiten viele Informationen von Personen oder Medien, die sie für glaubwürdig halten, selbst wenn es sich nicht um die Originalquelle handelt. Auch das pro-israelische Lager ist nicht vor Fake News gefeit, obwohl es die besseren Argumente hat und sich nicht vorwerfen lassen muss, auf die Propaganda einer Terrororganisation hereinzufallen.
Egal, was Israel macht
Sicher, es gibt gute Gründe, warum die israelische Armee sich schon vor langem aus dem Gazastreifen hätte zurückziehen sollen, denn Israel hat hier nichts mehr zu gewinnen. Stattdessen verrennt sich die Rigierung in ein Unterfangen, das immer mehr palästinensischen Zivilisten und israelischen Soldaten das Leben kostet. Aber es gibt auch einen guten Grund für die Armee zu bleiben.
Wer hat die Opfer gefragt?
Man möchte lachen, wenn das Ganze nicht so bitterernst wäre: Die Veranstalter des Toronto Film Festivals verweigern einem israelischen Beitrag die Teilnahme, weil es Aufnahmen des Massakers vom 7. Oktober zeigt. Denn die Aufnahmen verstümmelter, verbrannter und geschändeter Leichen zu zeigen, sei ohne Einverständnis des Urhebers nicht möglich. Der Urheber dieser Aufnahmen ist die Hamas.
