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Zukunftsfragen

Energiewende ohne Saft

Der Präsident der Bundesnetzagentur, Jochen Homann, fordert einen rascheren Ausbau der Stromnetze, wie die ARD berichtet:

Von 1834 Kilometern seien erst 214 Kilometer realisiert. “Das ist nicht besonders berauschend”, sagte Homann. Denn von diesen 214 Kilometern seien bisher weniger als 100 Kilometer tatsächlich in Betrieb. Bei weiteren Vorhaben hätten die Fahrpläne teils um ein bis zwei Jahre nach hinten geschoben werden müssen. “Für die Energiewende ist dies eine besorgniserregende Nachricht.”

Nicht, dass wir im Zusammenhang mit der Energiewende zum ersten Mal Hiobsnachrichten präsentiert bekämen. Schon vor einem Jahr konnte man ähnliches in der FAZ lesen:

Im Ausbauplan für die Jahre 2007 bis 2010 sind 460 Kilometer neue Stromtrassen vorgesehen, von denen aber erst 90 Kilometer gebaut sind. In den Jahren 2010 bis 2015 sind zwei Trassen mit einer Gesamtlänge von etwa 400 Kilometern zwischen Diele bei Papenburg im Emsland und Wesel am Niederrhein sowie die 380-Kilovolt-Leitung von Wahle beim niedersächsischen Peine nach Mecklar beim hessischen Bad Hersfeld vorgesehen.

Bürgerinitiativen und ökologische Bedenkenträger sind hier die grössten Bremser. Auf den Strompreis bleibt das auch nicht ohne Auswirkung (s. hier und hier) – während der Nutzen für die Umwelt noch nicht einmal bewiesen ist.

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