Wie berichtet, gibt sich vom 16. bis 18. September die internationale Neonazi-Szene ein Stelldichein in Griechenland. Unter dem Titel “Hatewave 2005″ werden einige tausend Rechtsextreme aus neun verschiedenen Ländern zu einem Festival des Hasses erwartet.
Die Veranstalter, darunter die deutsche NPD und die griechische Xrysi Avgi (Golden Dawn), planen nach eigenen Angaben “three days of comradeship, with live shows, sport activities by the sea and the most important, an open congress with speeches on defending our European Identity”.
Rechtsextreme verteidigen die europäische Identität. Das hat schon fast etwas Komisches. Das Motto der Veranstaltung lautet denn auch “Our Europe, not theirs. Turkey out of Europe” und manchmal denke ich, die Türkei sollte allein schon deshalb in die EU aufgenommen werden, weil es den Rechten ein Dorn im Auge sein wird. Für Musik sorgen Bands mit so vertrauenserweckenden Namen wie Pogrom, Total Cleansing und Faustrecht.
Die griechische Regierung zeigt sich – wie so häufig im Umgang mit Rechtsextremisten – wieder einmal unfähig oder unwillens, etwas zu tun. Vielleicht war deshalb Griechenland von den Veranstaltern ausgewählt worden. Immerhin sehen sich diese gezwungen, den genauen Ort des Treffens geheimzuhalten.
„Wir sind hier ausser uns vor Wut. Unser ganzes (griechisches) Volk hat gegen den Nationalsozialismus gekämpft – und sie wollen hierherkommen?“ sagte Bürgermeisterin Aleka Schoretsaniti dem griechischen Fernsehen. Völkischen Parolen zum Trotz ist man beim Volke eben nicht unbedingt beliebt.
