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Afghanistan

“Der Antiamerikanismus in Deutschland ist mir suspekt”

Der in Deutschland lebende afghanische Philosoph Masoud Rahel erklärt in einem überaus lesenswerten Gespräch mit der FAS, was ihn an der deutschen Debatte über Afghanistan stört. Den Deutschen rät er, sich darüber klarzuwerden, dass die Taliban vor allem die Kinder der von den Sowjets vertriebenen Flüchtlinge seien, die in den Koranschulen des pakistanischen Grenzgebiets Zuflucht gefunden hätten – folglich ein für die afghanische Geschichte völlig untypisches Phänomen darstellten.

Überhaupt seien die Taliban ohne Rückhalt im Volk. Rahel erinnert daran, dass der Sturz der Taliban das Ergebnis gemeinsamen Vorgehens von Afghanen und Amerikanern sei. Dem deutschen Antiamerikanismus vermag sich Rahel denn auch nicht anzuschliessen: “Ich bin kein Antiamerikaner. Der Antiamerikanismus in Deutschland ist mir suspekt. Wo wäre dieses Land ohne den Einsatz der Amerikaner?”

Für Deutschland heisst das: “die Bundeswehr verliert diesen Krieg nicht in Afghanistan, sondern im Bundestag”. Doch diese Einsicht muss sich erst noch herumsprechen.

(Hier der ganze Artikel.)

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