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Islamischer Terrorismus in Griechenland

Das State Department verärgerte die hellenische Regierung mit der Behauptung, dass Griechenland ein besonders aktiver Ort islamistischer Aktivitäten sei. Im Fadenkreuz des Terrorismus stünden vor allem amerikanische Staatsbürger. Dabei dürfte die Toleranz gegenüber islamistischen antiwestlichen Aktivitäten in einer allgemeinen griechischen Sympathie für antiamerikanische Ressentiments zu suchen sein.

Auch dieses Phänomen ist nicht isoliert zu betrachten. Die griechische Wochenzeitung “To Vima” macht den Versuch, das jüngste Phänomen einer Allianz aus Rechts- und Linksextremismus in Griechenland auszuloten. Demnach hat ein allgemeiner Antimodernismus der Gesellschaft extremistischen Stimmen Auftrieb verschafft, und zwar auf insgesamt drei Ebenen:

“1. … Antiamerikanismus , Antiokzidentalismus, ein (noch) latenter europäischer Antieuropaismus münden in eine dauerhafte Schlussfolgerung, dass die Griechen nicht nur einzigartig, sondern auch echte Kerle und Draufgänger seien. …

2. Auf der Ebene eines gesellschaftlichen Obskurantismus: Religiöser Fanatismus, Traditionalismus, Magie, Verweigerung der Moderne, Uniformismus, Anpassungsdruck. …

3. … Die “antiplutokratische” Rhetorik im heutigen Griechenland erinnert an die UdSSR. … Ausländische Investitionen werden überhaupt nicht getätigt, aus dem einfachen Grund, weil die Menschen keine Investitionen mögen, und schon gar nicht, wenn sie von Ausländern kommen. …”

Das frühere Mitglied von Europäischer Kommission und PASOK, Anna Diamontopoulou, nannte Griechenland denn auch “the last remaining state of existing socialism in Europe.” Ist denn dieses Weltbild nicht ganz hervorragend kompatibel mit dem islamistischer Terroristen?

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