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Ethik

Die ‘Jerusalem Declaration’: Eine bessere Definition von Antisemitismus?

Die Arbeitsdefintion Antisemitismus der “International Holocaust Remembrance Alliance” (HRA) ist manchen nicht gut genug. Das war zu erwarten, denn der Antisemitismus steht im Zentrum einer anhaltenden Debatte und jeder Konsens über seine Definition ist immer nur ein vermeintlicher. Das Konkurrenzprodukt lautet “The Jerusalem Declaration on Antisemitism” und soll die Schwächen ihrer Konkurrentin beseitigen.

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Ethik

Das Ende der Geschichte

Ausserhalb akademischer Kreise wenig Aufmerksamkeit gefunden hat die Verlautbarung der englischen Universität Leicester, englische Literatur des Mittelalters und der frühen Neuzeit faktisch abzuschaffen. Offiziell geht es darum, die Universität international wettbewerbsfähiger zu machen und da scheinen geisteswissenschaftliche Fächer eher hinderlich. Auch Corona soll ein Grund sein für den Überhang von Stellen, die demnächst abgebaut werden.

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✒️ Scharfe Schoten – die Glosse

Wehe den Reflexionsverweigerern!

Eine Wissenschaftlerin fordert die Frauenquote in der Wirtschaft.

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Universitäten

Wenn die Kritik an Israel die Grenze zur Diffamierung überschreitet

Dass eine differenzierte Antisemitismusdebatte „in Deutschland offenbar unerwünscht‟ sei, beklagen beiden Kulturwissenschaftlerinnen Irit Dekel und Esra Özyürek („Zeit Online‟ vom 10. Juli 2020). Belegt aber wird diese Behauptung nirgends. Wenn Dekel und Özyürek den wegen seiner Nähe zur antiisraelischen BDS-Bewegung in die Kritik geratenen Hochschullehrer Achille Mbembe in Schutz nehmen, dann unterstellen sie, hier werde eine Stimme allein deshalb unterdrückt, weil sie von einem Linken und Nicht-Weissen stammt. Auf die Kritik an Mbembe gehen sie gar nicht erst ein.

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Antisemitismus

Sie wollen doch nur Israel kritisieren!

Kritik an Israel sei kein Antisemitismus per se und manches Verhalten von israelischer Seite lade zur Verurteilung ein, schrieb einmal der Historiker Walter Laqueur, der zugleich daran daran erinnerte, dass Israel nicht an Holland oder die Schweiz grenze, sein Überleben in einer feindseligen Umgebung daher nicht möglich sei, ohne sich «an die örtlichen Gepflogenheiten» zu halten. Damit ist eine Trennlinie zwischen legitimer Kritik an der israelischen Politik und einem Antisemitismus, der sich vorgeblich gegen Israel richtet, angedeutet.

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Orientalistik & Islamwissenschaft

Führende Experten gegen Israel

Wenn es um Fussball oder den Nahen Osten geht, wimmelt Deutschland von Experten. Eine Gruppe von sechzehn Akademikern mit Doktortitel, denen die Redaktion der «Zeit» ehrfurchtsvoll attribuiert, «führende Experten für die Region» zu sein (damit auch ein wenig akademischer Glanz auf das eigene Haus fällt), hat nun in einer Stellungnahme Bedenken gegen die Verurteilung der BDS-Bewegung durch den Bundestag geäussert – so verdruckst, wie nur führende Experten das können.

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Universitäten

Abgründe der Islamwissenschaft

Zweifellos wird am deutschen und überhaupt westlichen Universitäten immer noch Spitzenforschung in Bezug auf den Islam getrieben und gibt es noch immer viele Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die in jahrelanger Kleinarbeit Quellen erschliessen und das Wissen der Menschheit über noch die abwegigsten Aspekte der islamischen Zivilisation um einige Mosaiksteine bereichern.

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Ideengeschichte

Zwischen Religion und Politik VI – Zur Theorie der Ambiguitätstoleranz

Die Moderne nicht vollständig realisiert zu haben, ist vor allem der Islamischen Welt nachgesagt worden. Einspruch kommt von dem Arabisten Thomas Bauer, der jene zumindest in historischer Perspektive für weitaus fortschrittlicher hält, als der heutige Zustand vermuten lässt. Sein zentrales Kriterium für dieses Urteil ist die „Ambiguitätstoleranz‟, die in der Islamischen Welt über Jahrhunderte in ungleich höherem Masse gepflegt worden sein soll als im Westen.

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Orientalistik & Islamwissenschaft

Die Krise der Islamwissenschaften

Über den gegenwärtigen Zustand der Islamwissenschaften gäbe es eine Menge zu sagen, positives wie negatives. Vieles ist zu loben, manches zu tadeln. Was die Grundlagenforschung betrifft, so werden an den einzelnen Instituten zu allen Aspekten der Islamischen Welt noch immer hervorragende Leistungen erbracht. Unübersehbar ist jedoch, wie sehr der Postkolonialismus dem Fach seinen Stempel aufgedrückt hat – mit verheerenden Folgen, wie ein aktuelles Beispiel zeigt.

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Universitäten

Wie man den guten Ruf des Islam besser nicht bewahrt

Acht Jahre ist es her, seitdem der amerikanische Nahostkenner Martin Kramer darauf hingewiesen hat, dass mit den Berechnungen eines John Esposito etwas faul ist. John Esposito, Islamwissenschaftler an der amerikanischen Georgetown University, hatte auf Grundlage von Umfragen unter Muslimen behauptet, dass nur 7% der Befragten als radikalisiert bezeichnet werden können.

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