Ezra Pound, ein amerikanischer Poet mit Sympathien für den italienischen Faschismus, pflegte enge Kontakte zu dem irischen Schriftsteller James Joyce, dem er in einem persönlichen Brief kundtat, wie sehr ihn das Theater in Wut versetze.
Autor: Michael Kreutz
Dr. phil., Orientalist, Neogräzist, Politikanalyst, Buchautor und Journalist.
Fundstück: Palma de Mallorca, 1838
Dass Palma de Mallorca nicht immer der Touristenmagnet war, der er heute ist, liegt auf der Hand. Aber was der polnische Komponist Frédéric Chopin erlebte, der mit seiner Geliebten George Sand 1838 auf dem Meer anreiste, überrascht dann doch.
Vor vierzehn Jahren, im Jahre 2011, habe ich anlässlich seines vorzüglichen Buches «Religio duplex» dem Kulturwissenschaftler Jan Assmann einen Brief geschrieben, den ich dieser Tage per Zufall wiederentdeckt habe.
Der politische Etrog
Erst wurde Triest im 18. Jahrhundert zum Freihafen erklärt, dann löste es ein Jahrhundert später Venedig als Umschlagplatz für jüdische rituelle Güter ab, vor allem für den Etrog, eine Zitrusfrucht, die im Sukkot besondere Beachtung findet.
Zwei Jahre nach dem Massaker
In Israel feierte man Simchat Tora, das Fest der Torafreude, als am frühen Morgen die Terrororganisation Hamas aus dem Gazastreifen heraus Israel mit tausenden von Raketen angriff, bevor sie das Land mit Terroristen infiltrierte, um zahllose Zivilisten zu töten oder zu entführen. Die Terrororganisation nannte das grösste Gemetzel an Juden seit dem Zweiten Weltkrieg die „Schlacht der Aqsa-Flut“.
Von Gaza zur Ukraine
Nichts erhitzt in Europa so sehr die Gemüter wie der Kampf der israelischen Regierung gegen die Hamas im Gazastreifen, den viele einen Genozid nennen. Dabei kann man durchaus der Meinung sein, dass der israelische Premier Netanjahu schon vor einem Jahr die Kampfhandlungen und damit die Zerstörungen im Gazastreifen hätte beenden können.
In Asien gibt es eine Konkurrenz zwischen Buddhismus und Christentum und zwar dergestalt, dass ersteres von einer städtischen Elite häufig mit Tradition und Landläufigkeit assoziiert wird, letztereshingegen mit Modernität. Das ruft neue buddhistische Gemeinden auf den Plan, das Image des Buddhismus gehörig aufzupolieren.
Männlichkeit und Gewalt
In diversen Fachdisziplinen schon lange diskutiert wird ein Zusammenhang zwischen martialischem Männerbild, gewalttätiger Erziehung, Autoritarismus und der Neigung zu Krieg. Eine Studie unternauert dies auf Grundlage einer Umfrage und erklärt die russische Aggression gegen die Ukraine nicht zuletzt aus dem vorherrschenden Männerbild:
Ist es primär die Aussicht auf ein fantastisches Leben im Jenseits, das Dschihadisten dazu motiviert, Menschen ihres vermeintluchen Unglaubens wegen zu töten? Nein, glaubt der Kognitionswissenschaftler Fritz Breithaupt.
Eine Vision für Gaza
Der Plan des US-Präsidenten Trump zur Beendigung des Krieges im Gazastreifen macht weitreichende Zugeständnisse an die Hamas, die ein Massaker an wehrlosen Partygästen verübte, Menschen ermordete, vergewaltigte, verstümmelte, verschleppte, folterte und zum Teil bei lebendigem Leib verbrannte. Hat der Plan eine Chance?
