Vor einigen Monaten erschien ein als «Offener Brief der Wissenschaft» betitelter Aufruf zum Boykott israelischer Hochschulen, dem zahlreiche ähnliche Aufrufe an westlichen Universitäten vorausgegangen oder gefolgt sind. Doch die Unterzeichnenden wissen nicht, dass sie sich als Wissenschaftler damit nur selbst disqualifizieren. Dabei ist unerheblich, ob die darin gegen Israel gerichteten Vorwürfe zutreffen oder nicht.
Autor: Michael Kreutz
Sprach-, Literatur- und Politikwissenschaftler, Autor und Journalist.
Forschende sehen einen Gegensatz, wo keiner ist.
Danke, Israel!
Wenn Worte Geschichte schreiben: «Wir Israelis, Nachkommen von Holocaust-Überlebenden, wünschen uns ein starkes und prosperierendes Deutschland, stolz und führend in Europa und der Welt«, sagte der Generaldirektor des Verteidigungsministeriums, Amir Baram, bei der Einweihung des israelischen Raketenabwehrsystems «Arrow 3» in Deutschland. Es ist kaum zu glauben.
Ein Rückblick auf SPME Germany
Am 25. November 2007, also ziemlich genau vor achtzehn Jahren, fuhr ich von Erfurt, wo ich damals an der Universität arbeitete, nach Berlin, um mit Gleichgesinnten eine deutsche Zweigstelle («chapter») des Hochschulvereins SPME zu gründen, der sich gegen Antisemitismus an Hochschulen einsetzt.
Deutsche Truppen an die russische Grenze?
Trumps 28-Punkte Friedensplan für die Ukraine ist aus mehreren Gründen aller Kritik wert, vor allem, weil er den Aggressor Russland belohnt, der den Krieg von jetzt auf gleich beenden lkönnte. Heikel ist aber vor allem das Zusatzdokument, das davon spricht, wie die Sicherheitsinteressen der Ukraine künftig gewährleistet werden könnten.
Bin ich eigentlich der einzige, dem das auffällt? So habe ich lange Zeit gedacht. In den zahlreichen Romanen, die ich gelesen oder angelesen habe, finde ich neben Stilblüten vor allem langatmige Reflexionen und Betrachtungen, überhaupt eine zähflüssige Fabulierei, der allerdings kaum Handlung, kaum Plot gegenübersteht. Nun, ich bin wohl doch nicht der einizge, der das moniert, wie ein Kommentar in der NZZ zeigt:
Was ist «Islamophobie»?
Eine politikwissenschaftliche Studie der Universität Mainz versucht, Antworten zu geben und Ursachen für Islamfeindlichkeit (Islamophobie») in Europa zu benennen:
Friedensplan für die Hölle
Putins Begründungen für den Krieg in der Ukraine sind so zahlreich wie abenteuerlich: Erst war es eine angebliche russische Minderheit, die geschützt werden musste. Dann war es ein drohender Angriff der Ukraine, den es abzuwehren galt. Dann waren es amerikanische Biowaffenlabore in der Ukraine, die in Wahrheit sowjetische Überbleibsel waren. Danach hiess es, in Kyjiv regierten faschistische Anhänger eines Bandera-Kultes, dem Russland, Vorbild in Sachen Demokratie, ein Ende setzen müsse.
Aus einem Reisebericht über Palästina, verfasst von einem Friedrich Temme, über den ich nichts weiter in Erfahrung bringen konnte, und erschienen in Bonn 1903, findet sich auf S. 142 folgende Mitteilung über einen Aufenthalt in Schechem (Sichem):
Kontingenz, also die Offenheit historischer Entwicklung, ist seit langem ein populäres Schlagwort unter Historikern, Soziologen und Philosophen, was insofern erstaunt, weil das Gegenteil, die Geschichtsteleologie, also der Glaube an eine innere Logik der Geschichte, in den Geisteswissenschaften vor langem ad acta gelegt wurde.
