Weil alle Welt auf Hassan Rohani, den kommenden Präsidenten des Iran blickt, gehen die Worte des Noch-Präsidenten Ahmadinejad anlässlich des Quds-Tages unter. Doch gerade die verdienen einen nähere Betrachtung. Ein alles niedermachender Sturm sei unterwegs, tönt Ahmadinejad, der die Zionistenbasis herausreissen werde.
Kategorie: Iran Seite 6 von 7
Irans Führer Ayatollah Khamenei, so hatten Medien berichtet, habe sich gegen den Bau von Atomwaffen ausgesprochen und dies in einem religiösen Rechtsgutachten, einer Fatwa dargelegt. Damit habe der iranische Verzicht auf Atomwaffen gewissermassen eine verbindliche Form gefunden. Doch zumindest über das Internet ist die Fatwa nicht zu finden, schreibt das “Tablet Magazine”:
Was ist eigentlich von einer Diktatur wie der iranischen zu halten? Ist sie gut, ist sie schlecht? Wenn einer wie der Nahost-Reisende Jürgen Todenhöfer, statt verstehen zu wollen, lieber auf den Basar geht, dann klingt die Antwort so:
Vor kurzem machte eine Äusserung des iranischen Revolutionsführers Khamenei Furore, der wieder einmal gegen Israel hetzte. In diesem Zusammenhang war von einer neuen Doktrin die Rede, die die Zerstörung Israels religiös rechtfertigen soll. Diese Doktrin stammt von Alireza Forghani, der zu den strategischen Beratern Khameneis gehört und der seine Doktrin auf der Webpräsenz von Alef näher ausführt.
Der kürzlich bei einem Attentat in Iran ums Leben gekommene Mostafa Ahmadi-Roushan war nicht nur als Wissenschaftler am Atomprogramm des Iran beteiligt und einer der ersten, denen die Urananreicherung gelang. Er war auch damit beschäftig, sich über die Vernichtung Amerikas und Israels Gedanken zu machen.
Zum jährlichen Qods-Tag hat der iranische Präsident Ahmadinejad eine Rede gehalten, die ich im folgenden auszugsweise dokumentiere, und zwar in deutscher Übersetzung auf Grundlage der persischsprachigen Paraphrase der amtlichen iranischen Nachrichtenagentur IRNA.[1]
Dem antiken Philosophen Plotin verdanken wir die Einsicht über unsere Welt, dass alles voll von Zeichen sei.[1] Dieser Tage kann man im Iran sehen, wie selbst Wasser zu einem politischen aufgeladenen Zeichen werden kann. Oder vielmehr: Wasserpistolen.
Viele zu lange wurde eine deutsche Öffentlichkeit in die Irre geführt und ihr glauben gemacht, die islamische Revolution sei vom Volk getragen, obwohl man nur einmal in die iranische Community hätte hineinhorchen müssen, um die Wahrheit zu erfahren. Immerhin, dass das iranische Regime unter der eigenen Bevölkerung verhasst ist, weiss jetzt auch die ARD:
Das iranische Regime mag noch fest im Sattel sitzen, aber auf wen es sich noch verlassen kann, wird immer unsicherer. Schon in der Vergangenheit hatte es Anzeichen gegeben, dass die Revolutionswächter gegenüber der Grünen Bewegung gespalten sein könnten.
Der iranische Arzt Ramin Pourandarjani, der vor einiger Zeit die Folterungen inhaftierter Demonstranten im Kahrizak-Gefängnis an die Öffentlichkeit gebracht hatte, ist tot. Die offizielle Todesursache, wenn es nicht so traurig wäre, mutet wie ein Witz an.