Wer kennt nicht die Abenteuer von Tim und Struppi, die wir als Kinder gelesen haben und noch als Erwachsene verehren. Die iranische Führung um Ajatollah Ali Khamenei sieht in den beiden Figuren des belgischen Zeichners Hergé jedoch etwas ganz anderes. Für den Khamenei höchstpersönlich gelten Tim und Struppi als Vorkämpfer westlicher Aggression.
Kategorie: Iran
Extremismus als Normalzustand
Wer ist schuld, wenn die Flüsse austrocknen? – Die Frauen, sagt der Freitagsprediger von Isfahan, Sayyed Yusuf Tabatabai-Nezhad. Und zwar solche, die sich in der Öffentlichkeit fotografieren. Hintergrund dieser Hetze ist wieder einmal der sog. «bad-hedschab», der schlechte Hedschab. So nennt die Islamische Republik jedes Anzeichen einer weiblichen Haarsträhne in der Öffentlichkeit.
Der Wille zur Vernichtung
Wie war das noch mit dem damaligen iranischen Präsidenten Ahmadinejad: Hat er davon gesprochen, dass Israel vernichtet werden müsse oder nicht? Natürlich hat er, wir haben es auf diesem Blog wiederholt analysiert. Das hat selbsternannte Nahostexperten seinerzeit nicht davon abgehalten, Ahmadinejads meistzitierte Äusserung in Bezug auf Israel – im Original: Esrail bayad az safhe-ye ruzgar mahv shavad – auf unsinnige und alberne Weise herunterzuspielen, zu leugnen oder auf abenteuerliche Weise zu interpretieren.
Teherans Traum von der Vernichtung Israels
Teherans Traum von der Zerstörung Israels soll schon bald Gegenstand eines Propagandafilms werden, in dessen Mittelpunkt das Leben Qasem Soleimanis steht, des Chefs der iranischen Qods-Brigaden. Höhepunkt des Films mit dem Titel «Sardār» (Feldherr), der noch in den Vorbereitungen steckt, werde die Einnahme Jerusalems und das Ende des jüdischen Staates sein.
Die Vereinbarung von Lausanne
Gerade eben hat sich der amerikanische Präsident Obama an die Öffentlichkeit gewandt. Anlass war die Eckpunktevereinbarung mit dem Iran im Rahmen der Atomverhandlungen in Lausanne. Obama bezeichnete die Vereinbarung, die im Detail noch ausgearbeitet werden muss, mehrmals als «robust» und «verfizierbar». Der Iran sei in Vorleistung gegangen und habe alle von den Verhandlungspartnern geforderten Massnahmen verfüllt.
Wer hinter den Säureattacken steckt
Die Säureattacken auf mindestens vierzehn Frauen in der iranischen Stadt Isfahan hat weltweit Empörung ausgelöst, auch im Iran selbst. Vor kurzem erst wurde bekannt, dass wohl eine radikale Gruppe namens Ansar-e Hojjat die Verantwortung für die Säureattacken trägt.
Khamenei ruft zur Vernichtung Israels auf
Khaled Mashal, Chef des Politbüros der Hamas, mag in der Arabischen Welt einen schweren Stand haben, weil seine Organisation – wie überhaupt die Muslimbrüder – nicht eben wohlgelitten ist. Gleichwohl hat er noch einige Verbündete, auf die er zählen kann. Dazu gehört die Hisbollah. Unter hinter der Hisbollah steht natürlich der Iran.
Was an der Wahrnehmung und Diskussion der Ereignisse im Iran immer wieder auffällt, ist, dass westliche Intellektuelle und iranische Exilanten in zwei verschiedenen Welten leben, wenn es um die Verhältnisse in Iran geht und die Vorstellung von dessen Zukunft.
Es ist verblüffend, mit welcher Hartnäckigkeit selbst unversöhnliche Islamisten im Westen häufig zu moderaten Dialogpartnern verklärt werden. Ein kurzer Blick zurück: Als vor fünf Jahren der damalige iranische Präsident Ahmadinejad seinen Vertrauten Esfandiar Rahim Mashaie zu seinem Stellvertreter machen wollte, wurde das im Westen von nicht wenigen Analysten mit Verzückung aufgenommen.
Reza Schah – Neubewertung eines Monarchen
Der iranische Exilsender “Manoto” hat einen Film über Reza Shah (1878-1944) produziert, der extrem sehenswert ist, weil er auf z.T. neuentdecktem Archivmaterial beruht. Das Ergebnis ist so beeindruckend, dass “Manoto” aufgrund der überwältigenden Resonanz den Film gestern zum vierten Mal in Folge gesendet hat. Unnötig zu erwähnen, dass der Sender, obwohl im Iran verboten, gerade dort die meisten Zuschauer hat.
