Khamenei, der greise Diktator eines niederträchtigen Regimes auf dem Boden des einstmals so stolzen Iran, hat seinen Schergen freie Hand gegeben, den jüngsten Aufstand der eigenen Bevölkerung mit allen Mitteln niederzuschlagen. Das scheint gelungen. Doch was kommt als nächstes?
Schlagwort: Geopolitik
US-Präsident Donald Trump belebt die alte Monroe-Doktrin neu, nennt sie scherzhaft «Donroe», und meint damit eine Rechtfertigung für die USA, über den gesamten amerikanischen Kontinent das letzte Wort zu haben und amerikanische Interessen notfalls mit Gewalt durchzusetzen.
Nach Maduro
Um den venezolanischen Diktator Nicolás Maduro ist es nicht schade; über eine demokratische Legitimation verfügte er keine und sein korruptes Regime dürfte in der Bevölkerung wenig populär gewesen sein. Nun hat der US-Präsident ihn in einer Blitzaktion gefangen genommen. Das wirft Fragen auf.
Israels neue Allianzen
Einerseits scheint Israel nach dem Krieg im Gazastreifen international isolierter denn je zuvor – obwohl die Hamas die Schuld an der dortigen Zerstörung trägt –, was ebenso unfair ist, wie es vorhersehbar war. Doch aussenpolitisch hat Israel auch Gewinne zu verzeichen, die nicht nur im Nahen Osten die Kräfteverhältnisse verändern könnten.
Kalter Krieg 2.0
Was, wenn Russland seinen Angriffskrieg gegen die Ukraine gewinnen sollte? Dann wird die Ukraine zerstückelt, eine Flüchtlingswelle ausgelöst, wird Russland die Bodenschätze im Donbass rücksichtslos ausbeuten und Europa gezwungen sein, die Ukraine auf lange Sicht finanziell zu unterstützen – und noch stärker als zuvor militärisch.
Das russische Regime fürchtet ein Referendum.
Europa solle zwar nicht von einer fremden Macht dominiert werden, so steht es im neuen Strategiepapier des Weissen Hause, doch paradoxerweise habe der Krieg in der Ukraine dazu geführt, dass es mehr als zuvor vom Ausland abhängig geworden sei, wie es auch unrealistische Erwartungen an den Kriegsverlauf ebendort hege. Das ganze Papier lässt keinen Zweifel daran, dass man in Washington die Ukraine dem Kreml opfern will. Das alte Europa: Nantes, Frankreich.
Die Zukunft Syriens
Syriens neuer Machthaber Ahmed al-Sharaa entstammt bekanntlich einer islamistischen, terroristischen Organisation, die al-Qaida nahestand, weswegen sein politischer Kurs, der auf Ausgleich und Stabilität zielt, von vielen innerhalb und ausserhalb des Landes mit Argwohn beäugt wird. Ist vielleicht alles nur Taktik?
Der Kopf der Schlange
Kaum hat die israelische Regierung zu einem umfassenden Schlag gegen das Teheraner Regime angesetzt, überschlagen sich die Kommentare und Analysen vieler Medien mit törichten Warnungen vor einer Eskalation des Konflikts und absurde Appelle an beide Seiten, die iranische wie die israelische, den Krieg mit Rücksicht auf die Zivilbevölkerung zu stoppen.
Innerhalb von nur 24 Stunden den Krieg in der Ukraine beenden zu wollen, wie der amerikanische Präsident Donald Trump es einst angekündigt hat, war nie realistisch. Mit dem jüngsten Vorschlag einer Friedensvereinbarung, der der letzte aus dem Weisen Haus sein soll, wird der Krieg erst recht nicht beendet werden. Aber für Trump wird es ein Triumph sein.
