Ein Schriftsteller sucht sich eigenartige Gesprächspartner.
Schlagwort: Iran
Zum jährlichen Qods-Tag hat der iranische Präsident Ahmadinejad eine Rede gehalten, die ich im folgenden auszugsweise dokumentiere, und zwar in deutscher Übersetzung auf Grundlage der persischsprachigen Paraphrase der amtlichen iranischen Nachrichtenagentur IRNA.[1]
Ein Heidenspass
Dem antiken Philosophen Plotin verdanken wir die Einsicht über unsere Welt, dass alles voll von Zeichen sei.[1] Dieser Tage kann man im Iran sehen, wie selbst Wasser zu einem politischen aufgeladenen Zeichen werden kann. Oder vielmehr: Wasserpistolen.
Warten auf die Bombe
Von Chaim Noll [aus dem Jahr 2009]
Wer im Mittleren Osten lebt, spürt fast körperlich, im Alltagsleben, in der alltäglichen Stimmung, einen weltpolitischen Paradigmenwechsel. Die neue dominierende Macht der Region, in deren Schatten wir alle leben, ist der Iran. Wörtlich: Land der Arier. In der selbstgewählten Bezeichnung des dort seit 1979 herrschenden Regimes radikaler Kleriker: Islamische Republik Iran. Dieses vom grausamen Gesetz der Sharia regierte, nach westlichen Maßstäben unterentwickelte, zum größten Teil aus Wüste bestehende Land entscheidet über unser aller Zukunft.
Die Angst des Pasdars vor dem Untergang
Viele zu lange wurde eine deutsche Öffentlichkeit in die Irre geführt und ihr glauben gemacht, die islamische Revolution sei vom Volk getragen, obwohl man nur einmal in die iranische Community hätte hineinhorchen müssen, um die Wahrheit zu erfahren. Immerhin, dass das iranische Regime unter der eigenen Bevölkerung verhasst ist, weiss jetzt auch die ARD:
Die Erosion der Macht
Das iranische Regime mag noch fest im Sattel sitzen, aber auf wen es sich noch verlassen kann, wird immer unsicherer. Schon in der Vergangenheit hatte es Anzeichen gegeben, dass die Revolutionswächter gegenüber der Grünen Bewegung gespalten sein könnten.
Hochdosierter Lügencocktail
Der iranische Arzt Ramin Pourandarjani, der vor einiger Zeit die Folterungen inhaftierter Demonstranten im Kahrizak-Gefängnis an die Öffentlichkeit gebracht hatte, ist tot. Die offizielle Todesursache, wenn es nicht so traurig wäre, mutet wie ein Witz an.
Zu der Behauptung, Ahmadinejad habe nie von der Vernichtung Israels gesprochen, wurde auf diesem Blog bereits das nötige gesagt. Charles Asher Small von der “Yale Initiative for the Study of Antisemitism” weist im Interview mit “Radio Farda” noch einmal darauf hin, dass Ahmadinejad sich in seiner Äusserung von 2005 auf Khomeini bezog, der nicht nur von Israels Zerstörung geträumt, sondern auch die Juden zum Bösen schlechthin erklärt hatte.
Gnadenlos gut: Das iranisch-venezolanische Ensemble “Mahmoud & Hugo” stürmt mit seiner neuen Posse “Einführung in den schiitischen Islam” die Herzen der Fans im In- und Ausland. In der neuesten Folge sehen Sie, was Hugo “el burro” über den Mahdi gelernt hat:
Systemfehler
Auch der zwölfte Besuch Ahmadinejads bei seinem Freund Chavez ist noch für einen Lacher gut.
