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Orientalistik & Islamwissenschaft

Der Skandal bleibt aus

Nicht unbedingt hilfreich, die allgemeine Skepsis gegenüber dem Islam abzubauen, ist der Umstand, dass manche seiner Wortführer die tatsächliche oder angebliche Diskriminierung von Muslimen nicht beklagen können, ohne ein gewisses Verstehen für das Vorgehen fanatischer Glaubenskrieger zu äussern.

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Terrorismus

Der Kolonialismus war’s!

Vor zwanzig Jahren war ich beim Vortrag eines bekannten ostdeutschen Theologen und ehemaligen Oppositionellen der DDR zugegen, der seinem Publikum eine bemerkenswerte These zur neonazistischen Gewalt darbot. Damals war die Zeit der ausländerfeindlichen Mordanschläge und Ausschreitungen, die in Hoyerswerda ihren Auftakt fanden.

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Medien

Orientschwärmerei und Kulturrelativismus

Zu den Paradoxien des Postkolonialismus im Gefolge eines Edward Said gehört die Tatsache, dass ihre Anhänger in der erklärten Absicht, ein dichotomisches Weltbild zu überwinden, einem ebensolchen das Wort reden. Das gilt vor allem, wenn von den islamischen Ländern die Rede ist.

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Islam

Signale aus der Grauzone

Während meiner Studienzeit hatte ich einen Kommilitonen, mit dem ich mich gut verstand und der eigentlich ganz anders heisst, hier aber Tayfun genannt werden soll. Tayfun war ein netter Kerl, damals, Ende der Neunziger. Weil er in seinem Wohnheim keinen Fernseher hatte, kam er häufiger zu mir, um die Nachrichten zu schauen.

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Islam

Experten und Mythen

Es nützt ja alles nichts, manche Mythen lassen sich einfach nicht ausrotten. Einmal mehr darf ein zum «Experten» geadelter Religionswissenschaftler ungehemmt seine Ahnungslosigkeit zur Schau stellen und Desinformation verbreiten (vgl. hier). Und wieder einmal sind alle Ideologeme des Dialogunwesens vorhanden. Ich wähle nur zwei Beispiele, die jedoch beide sehr typisch sind:

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Religion

Michael Cook: Ancient Religions, Modern Politics

Time and again I happen to come across a book which is not only timely and well-written but a real gem of erudition and virtuosity. Such a book is “Ancient Religions, Modern Politics,” written by Princeton’s Michael Cook. It certainly is a work of major importance for everyone who wants to understand why the Islamic world suffers from an incessant instability and repression.

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Islam

Religionskritik und Abwehrreflexe

Ziemlich daneben liegt ein nicht ganz unbedeutender CDU-Bundestagsabgeordneter mit einer Stellungnahme, in der es einmal mehr um den Islam geht. Ruprecht Polenz heisst der Mann und auf den Umstand, dass er einmal mit dem grossen Tariq Ramadan das Podium teilen durfte, ist er offenbar noch heute so stolz, dass eine Aufnahme von der Veranstaltung seine Facebook-Seite schmückt.

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Medien

Wer repräsentiert den Islam?

Ein Online-Kommentar der “Zeit” regt sich über die aktuelle Titelgeschichte des “Focus” auf, die sich der “dunklen Seite des Islam” widmet. Kann schon sein, dass der “Focus” sich damit auf das Niveau eines Revolverblattes begibt und sich manches darin findet, was kritikwürdig ist. Aber die Kritik, wie sie im “Zeit”-Kommentar geübt wird, kommt einer Desinformation gleich.

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Geisteswissenschaften

Unser Wunschislam

Wenn es um die akademische Beschäftigung mit dem Islam geht, wird es häufig romantisch. Ein aktuelles Beispiel da für gibt ein Vertreter der “komparativen Theologie”, der im Interview mit dem “Tagesspiegel” einige recht erstaunliche Dinge verkündet. Grundtenor ist wieder einmal die Behauptung, dass der Islam nicht den Terroristen überlassen werden dürfe.

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Ethik

Wer trägt die Schuld am Terrorismus in der Islamischen Welt?

Ich kann mich noch gut an die Debatte erinnern, wie sie in den Neunzigern heftig im Gange war. Damals schon ging es um Fragen der Demokratie in der Islamischen Welt und warum es dort so wenig sozialen Fortschritt gibt (oder war das gar nur ein westliches Vorurteil?) und damals schon war sich der intellektuelle Mainstream sicher, dass die ganze Malaise allein am Westen liegt.

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