New Yorks Bürgermeister Zohran Mamdani will für seine Stadt ein bisschen Sozialismus wagen, schliesslich sind die Lebenshaltungskosten dort enorm und wer könnte so herzlos und gegen ein wenig Umverteilung sein, wenn es darum geht, den Bedürftigen zu helfen? In Wahrheit wird freilich niemandem geholfen.

Denn Sozialismus funktioniert, wenn überhaupt, nur kurze Zeit. So hat Mamdani in seiner Stadt fünf staatlich betriebene Lebensmittelgeschäfte eingerichtet, in denen alle Artikel dreissig Prozent billiger angeboten werden. Möglich machen das Subventionen aus der Stadtkasse, sodass am Ende der Steuerzahler die Rechnung bezahlen muss.

Nun gut, könnte man einwenden, dann sind es eben die Steuerzahler, dafür sind Steuern schliesslich da und Lebensmittel bezahlbar zu machen, ist sicherlich nicht das schlechteste, was man mit Steuergeldern anfangen kann, zumal es nur fünf Lebensmittelgeschäfte sind, die subventioniert werden – ein Tropfen auf den beissen Stein also?

New York selbst, das Umland nicht mitgerechnet, verfügt über an die tausend Lebensmittelgeschäfte und zehntausend kleinerer, sogenannter Bodegas. Da fallen ein paar subventionierte Läden doch kaum ins Gewicht, richtig? Man kann es doch ausprobieren und wenn es funktioniert, werden mehr subventionierte Lebensmittelgeschäfte in Betrieb genommen. Wie gesagt, so könnte man einwenden.

Doch das ist falsch gedacht. Denn wenn in manchen Läden alle Artikel dreissig Prozent unter dem Marktpreis liegen, zu dem alle anderen Geschäfte verkaufen, gibt es für die Konsumenten eben keinen Grund mehr, dort einzukaufen, wo es teurer ist. Viele werden sogar längere Anfahrtswege in Kauf nehmen, um in den günstigeren Läden der Stadtverwaltung ihren Bedarf an Lebensmitteln zu decken.

Armut wird vergrössert und zugleich versteckt

Was jedoch passiert mit den Läden, die zu Marktpreisen verkaufen, also teurer sind? Die werden früher oder später dauerhaft schliessen und das bedeutet, das ihr Personal in die Arbeitslosigkeit absinkt oder ins Prekariat. Die Armutsquote steigt und natürlich wird die Stadtverwaltung, um die Versorgung der Bevölkerung mit Lebensmitteln sicherzustellen, weitere Läden eröffnen müssen, die es auch zu subventionieren gilt.

Die steigende Armut bei gleichzeitig steigenden Subventionen wird irgendwann aus den Steuereinnahmen nicht mehr zu begleichen sein, sodass die Steuern werden erhöht werden müssen. Was der Konsument beim Einkaufen spart, kommt ihn als Steuerzahler teuer zu stehen. Ist das ganze also ein Nullsummenspiel? Wenn es doch nur so wäre!

Denn die Bürokratie wird sich aufblähen und der Löwenanteil der Steuern ebendort landen, wo man damit beschäftigt ist, die steigende Umverteilung immer neu zu organisieren. Mamdanis Sozialismus ist ein Hütchenspiel, ein billiger Trick, Armut scheinbar zu beseitigen, während sie in Wirklichkeit nur versteckt wird, wobei sie weiter zunimmt. So wird auch dieses Mal der Sozialismus scheitern.