Der vor dreissig Jahren untergetauchte RAF-Terrorist Burkhard Garweg meldete sich mit einem langen Brief aus dem Untergrund zurück. Darin steckt der übliche Kulturpessimismus, den wir auch bei der radikalen Rechten finden, wie auch bei Islamisten, und so geht es wie erwartet um Ausbeutung und Armut, Kapitalismus und Krieg, Gewalt und Ungerechtigkeit.
Autor: Michael Kreutz
Dr. phil., Orientalist, Autor, Journalist.
Anleitung zum Kulturoptimismus
Dieser Tage bin ich nach langer Zeit wieder auf Spinoza gestossen, mit dem ich mich das letzte Mal intensiver im Zusammenhang mit dem christlichen Hebraismus des 18. Jahrhunderts befasste, was nun schon einige Jahre her ist. Noch heute hat uns Spinoza eine Menge zu sagen, wenn wir den Blick abwenden von der Atheismusdebatte des 18. Jahrhunderts, als Lessing sich zu den damals als ketzerisch empfundenen Aussagen Spinozas bekannte, und ebenso von seiner politischen Philosophie.
An dem Tag, als Assad das geschundene Syrien für immer verlassen hat, frage ich eine Freundin in Damaskus, wie sie die Lage erlebt. Während des Krieges lebte sie ein zeitlang in Ghana, bevor sie in ihr Heimatland zurückkehrte. Ich will wissen, ob es ihr gutgeht, ob sie und ihre Familie sicher seien. Ihre Antwort ist erschütternd.
Gewalt und Rebellion
Syriens Diktator Bashar al-Assad hat Damaskus mit unbekanntem Ziel verlassen, sein Regime ist damit nach 24 Jahren Geschichte. Der Sturz kommt überraschend schnell und ist auch eine Niederlage für Russland und die Islamische Republik, sowie die mit dieser verbundenen Hisbollah. Die selbsternannte „Achse des Widerstands“ gegen Israel ist zerbrochen. Zumindest vorerst.
Occasionally I enjoy jazz, since jazz can be cool, classy, sexy. This two-and-a-half-hour recording is a real stroke of luck. There are also guest appearances by a Korean haegum player and a Mongolian singer.
Aztec Skull Whistles
Have you ever wondered what ancient Aztec skull whistles sound like?
Here are some sound samples.
They will scare you to death.
[Wiederhergestellt]
Wenn der Mob tobt
Nicht nur dem israelischen Premierminister Netanjahu kommt bei den Ausschreitungen in Amsterdam die Reichspogromnacht vor 86 Jahren in den Sinn. Dessen Wiederholung sind sie zwar nicht, aber Europa muss dafür sorgen, dass der Mob nicht die Oberhand gewinnt. Denn, wie schon Hannah Arendt schrieb: „Der Mob kann nicht wählen, er kann nur akklamieren oder steinigen.“
Eine Koalition implodiert
Der Koalition aus SPD, Grünen und FDP wurde schon viele Male das vorzeitige Ende prophezeit und niemand in diesem Land schien sie so richtig zu lieben. Dauernd lass man vom „Ampel“-Streit, vom „Ampel“-Zoff oder vom Knirschen in der „Ampel“. Doch man täusche sich nicht, gerade wenn man mit beiden Beinen im bürgerlichen Lager steht: Alles, was nach der Koalition kommt, wird schlechter sein.
Die achte Front
Israel kämpft an sieben Fronten um seine Existenz: Im Gazastreifen, im Libanon, im Irak, im Iran, in Syrien, im Jemen und in der Westbank. Nun ist möglicherweise eine achte Front hinzugekommen. Sie ist ganz anders als die genannten, aber für Israelis nicht minder gefährlich: Es ist der antiisraelische Mob auf Europas Strassen. Angesichts der Ereignisse von Amsterdam spricht mancher schon von einem „Pogrom“.
Was Journalisten glauben, wie ihre Kollegen ticken.
