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Gesellschaft

Theater im Theater

Von Stefanie Galla

Frank-Patrick Steckel, ehemaliger Intendant des Bochumer Schauspielhauses, empörte sich in einem offenen Brief an die Bochumer Oberbürgermeisterin Ottilie Scholz, dass Ackermann eine „stockreaktionäre hochverderbliche Person“ sei, die er als Intendant nie auf die Bochumer Bühne gelassen hätte und auch nicht den „ebenfalls mehr als zweifelhaften Herrn Stoiber“.

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Ideengeschichte

Der Weitblick des Philosophen

Dass Hannah Arendts bekanntes Diktum von der Banalität des Bösen fraglich sein könnte, zumindest in Hinblick auf den Organisator der Judenvernichtung im Reichssicherheitshauptamt, Adolf Eichmann, hatte vor einiger Zeit die Publizistin Bettina Stangneth nahegelegt, die dem von Eichmann selbstgeschaffenen, marmornen Mythos, nur ein Rädchen im Getriebe des Holocaust gewesen zu sein, zum Bröckeln brachte.

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Afghanistan

“Der Antiamerikanismus in Deutschland ist mir suspekt”

Der in Deutschland lebende afghanische Philosoph Masoud Rahel erklärt in einem überaus lesenswerten Gespräch mit der FAS, was ihn an der deutschen Debatte über Afghanistan stört. Den Deutschen rät er, sich darüber klarzuwerden, dass die Taliban vor allem die Kinder der von den Sowjets vertriebenen Flüchtlinge seien, die in den Koranschulen des pakistanischen Grenzgebiets Zuflucht gefunden hätten – folglich ein für die afghanische Geschichte völlig untypisches Phänomen darstellten.

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Antisemitismus

“Tod Israel” hallt es auf deutschen Strassen

Von Stefanie Galla

Wer in den letzten Wochen die Rufe von Demonstranten nach dem „Tod Israels“ gehört hat, dem muss es eiskalt über den Rücken laufen. Mir zumindest ergeht es so. Gern wird behauptet, das richte sich „nur“ gegen Israel und seine Politik und Kritik müsse doch erlaubt sein. Wer diese gruppendynamischen Hass beobachtet hat, muss blind sein, wenn er denkt, der Hass mache vor den Menschen halt.

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