Schlagwort: Menschenrechte Seite 6 von 7

Die grosse Verwirrung

Dass die syrischen Zustände kein Alleinstellungsmerkmal der arabischsprachigen Welt sind, zeigen die Memoiren des iranischen Klerikers Scheich Ebrahim Zanjani, der von ganz ähnlichen Missständen im Iran zu Beginn des 20. Jahrhunderts berichtet. In jedem Falle gilt: Angesichts einer Staatsmacht, die für nichts als Repression und Korruption steht, während der einzelne Bürger eine Gegenleistung bekäme, wird niemals auf Loyalität der Bevölkerung zählen können.

Mitteilungen aus Kilis (9)

Von Muhammad H.

Ich setzte mich, während die Stimme des grossen Künstlers Abdelhalim Hafez erscholl, der ein Gedicht von Nizar Qabbani intonierte, und las. Das Gedicht sagte sinngemäss: „Mein Sohn, gestorben ist als Märtyrer wer sich für den Geliebten geopfert hat.“

Am Abgrund

Ein Schriftsteller sucht sich eigenartige Gesprächspartner.

Wenn das keine Schulbuchschelte ist, was ist Schulbuchschelte dann?

Von Jonathan Kriener

Ein Urteil ist gefällt: Auf einer Pressekonferenz des Auswärtigen Amtes stellt das Georg-Eckert-Institut, welches in Sachen Schulbuchforschung internationale Anerkennung genießt, eine Studie vor, die feststellt, dass viele europäische Schulbücher den Islam als vormoderne Religion darstellen, während Europa als modern erscheint (s.a. WAZ v. 16. 9. 2011). Was aber spricht gegen diese Darstellung, so sie denn tatsächlich für europäische Schulbücher typisch ist? Inhaltliche Gründe eher nicht.

Ein Heidenspass

Dem antiken Philosophen Plotin verdanken wir die Einsicht über unsere Welt, dass alles voll von Zeichen sei.[1] Dieser Tage kann man im Iran sehen, wie selbst Wasser zu einem politischen aufgeladenen Zeichen werden kann. Oder vielmehr: Wasserpistolen.

Die Erosion der Macht

Das iranische Regime mag noch fest im Sattel sitzen, aber auf wen es sich noch verlassen kann, wird immer unsicherer. Schon in der Vergangenheit hatte es Anzeichen gegeben, dass die Revolutionswächter gegenüber der Grünen Bewegung gespalten sein könnten.

Druck auf Nobelpreiskomitee?

Von Martin Riexinger

Nach der Vergabe des Firiedensnobelpreises an den chinesischen Dissidenten Lu Xiaobo hat Norwegens sozialdemokratischer Außenminister Støre pflichtgemäß gratuliert. Wie ehrlich dies gemeint war, ist nun umstritten.

Freie Bahn

Zwar weiss der Koran nicht allzuviel zu dem Thema zu sagen, aber Frauen dürfen in Saudi-Arabien dennoch kein Auto fahren. Bislang jedenfalls. Denn das könnte sich bald ändern, möglicherweise bereits innerhalb der nächsten zwei Monate. So berichten es nicht näher genannte Quellen, auf die sich die saudische Website “Elaph” beruft.

Hochdosierter Lügencocktail

Der iranische Arzt Ramin Pourandarjani, der vor einiger Zeit die Folterungen inhaftierter Demonstranten im Kahrizak-Gefängnis an die Öffentlichkeit gebracht hatte, ist tot. Die offizielle Todesursache, wenn es nicht so traurig wäre, mutet wie ein Witz an.

Ein islamisch programmierter UN-Menschenrechtsrat?

Von Nasrin Amirsedghi

Warum die Durban-Folgekonferenz der UN boykottiert werden muss

Im Jahre 1990 legte die „Kairoer Erklärung der Menschenrechte im Islam“, verabschiedet durch die Organisation der Islamischen Konferenz, die Scharia als alleinige Grundlage von „Menschenrechten“ fest. Die dritte Antirassismus-Weltkonferenz der UN, die im September 2001 im südafrikanischen Durban stattfand, verstärkte den Trend: Aus diesen Konferenzen resultierte ein fataler Tribunal-Effekt gegen jede Demokratie, uneingeschränkte persönliche Freiheit, Meinungsfreiheit, Freiheit der Presse, der Künste und allgemein gegen die Menschenrechte.

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