Integriert ist man, wenn man in eine Gesellschaft hineingeboren wird — oder aber sich seinen Platz in der Gesellschaft erwirbt. Das geht, indem man die Landessprache erlernt, sich ein soziales Umfeld schafft und eine Existenz aufbaut. Der Einwanderer wird somit Teil der Gesellschaft, in der er seinen Lebensmittelpunkt findet und der seine Loyalität gilt.
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Es ist absurd, wenn ein Land, das vom Export profitiert wie nur wenige andere, vom Freihandel nichts wissen will. Stimmungsmacher gegen TTIP und CETA reden den Menschen ein, es würden nur Grosskonzerne von letzteren profitieren. Dabei spräche selbst dann nichts gegen diese Abkommen, selbst wenn dem so wäre. Es müssten schon erhebliche Nachtteile für die gesamte Gesellschaft zu erwarten sein, um gegen sie zu stimmen. Das anzunehmen aber gibt es keinen Grund.
Warum ein Burkini-Verbot falsch wäre
Grosse Aufregung um einen Badeanzug: Der Burkini soll verboten werden, fordern manche auch in Deutschland. Doch welches Rechtsgut soll hier geschützt werden? Das Recht auf Leben, auf Eigentum auf Sicherheit? Was die Sicherheit anbetrifft, so geht vom Burkini keine unmittelbare Gefahr aus. Es wird auch niemand ernsthaft behaupten können, dass der Burkini bedrohlich wirkt.
Angesichts der Tatsache, dass säkulare Gesellschaftskonzepte wenig Resonanz in den islamischen Gesellschaft finden, stellt sich die Frage, welche innerislamischen Kräfte gegen den politischen Islam mobilisiert werden können. Liegt die Hoffnung im Sufismus?
Pseudo-Feminismus und Islam
Nach dem einfachen Schleier steht jetzt also die Ganzkörperverhüllung im Mittelpunkt der öffentlichen Debatte. Allerdings wird selten nach dem Bedeutungskontext gefragt und so kommt es einmal mehr zu Fehlinterpretationen pseudo-feministischer Natur zulasten der Frauen.
Mit Sindbad gegen den Westen
Wer kennt nicht die Abenteuer von Tim und Struppi, die wir als Kinder gelesen haben und noch als Erwachsene verehren. Die iranische Führung um Ajatollah Ali Khamenei sieht in den beiden Figuren des belgischen Zeichners Hergé jedoch etwas ganz anderes. Für den Khamenei höchstpersönlich gelten Tim und Struppi als Vorkämpfer westlicher Aggression.
Was das alles mit dem Islam zu tun hat
Es gebe doch ganz unterschiedliche Vorstellungen von Islam, sagen Apologeten des Islam gerne. Dass die Konfession bei den meisten im Alltag keine Rolle spiele, ist auch ein beliebtes Argument derer, die keinen kritischen Gedanken an den Islam verschwenden wollen. In einem Streitgespräch in der «Welt» treten all die falschen Argumente zum Vorschein, die die Islamdebatte hierzulande prägen.
Über den gegenwärtigen Zustand der Islamwissenschaften gäbe es eine Menge zu sagen, positives wie negatives. Vieles ist zu loben, manches zu tadeln. Was die Grundlagenforschung betrifft, so werden an den einzelnen Instituten zu allen Aspekten der Islamischen Welt noch immer hervorragende Leistungen erbracht. Unübersehbar ist jedoch, wie sehr der Postkolonialismus dem Fach seinen Stempel aufgedrückt hat – mit verheerenden Folgen, wie ein aktuelles Beispiel zeigt.
Nomaden und Grossmächte
An dieser Stelle ein kleiner Hinweis in eigener Sache: Ab und an machen Wissenschaftsverlage ältere Inhalte gratis online verfügbar. Das betrifft auch den aus meiner Feder stammenden Artikel «Der politische Nomade: Die Wahhābiten des 19. Jahrhunderts im Spiegel französischer Diplomatie.»
Der Brexit ist da – und schaut man sich deutsche Reaktionen darauf an, dann sieht man neben vielen sachlichen Kommentaren auch ein gerüttelt Mass an Hysterie. Mag sein, dass die Briten eine Entscheidung getroffen haben, die sich als kurzsichtig erweisen wird; dass der Ausstieg aus der EU mehr Nachteile als Vorteile bringt. Aber dass durchaus rationale Erwägungen bei der Entscheidung, die EU zu verlassen, überhaupt irgendeine Rolle gespielt haben könnten, kommt manch einem hierzualnde einfach nicht in den Sinn.
