Es nützt ja alles nichts, manche Mythen lassen sich einfach nicht ausrotten. Einmal mehr darf ein zum «Experten» geadelter Religionswissenschaftler ungehemmt seine Ahnungslosigkeit zur Schau stellen und Desinformation verbreiten (vgl. hier). Und wieder einmal sind alle Ideologeme des Dialogunwesens vorhanden. Ich wähle nur zwei Beispiele, die jedoch beide sehr typisch sind:
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Vom rechten Umgang mit Islamisten
Ein gängiger Glaubenssatz besagt, dass die Gefahr, die von Islamisten ausgeht, am besten dadurch gebannt werden könne, dass man diese in politische Strukturen einbindet; dann nämlich müssten sie sich in der Tagespolitik bewähren und würden von ihrem Radikalismus ablassen. Genau das bestreitet der amerikanische Nahostfachmann Shadi Hamid, der selbst jahrelang dieser Auffassung anhing, in seinem neuen Buch.
Antirassisten gegen Israel
Warum laden Abgeordnete der Linkspartei zwei Aktivisten-Journalisten aus Übersee ein, um über die “Krise in Israel-Palästina” zu informieren? Dass die beiden Eingeladenen dafür bekannt sind, Israel über alle Massen zu schmähen, kann nicht der Grund sein, denn Aktivisten wie Blumenthal und Sheen gibt es in Deutschland massenhaft.
Tunnel, Raketen, Wohnhäuser
Die israelische Armee greift ein präzises Ziel an, um Terroristen auszuschalten oder eines von deren Hauptquartieren. Doch dann sterben Zivilisten und die Zerstörung ist weitaus grösser als militärisch notwendig. Der Sprecher der israelischen Armee, Arye Shalicar, erklärt im Interview, wie es zu den Verwüstungen im Gazastreifen kommt:
Nur kein Persisch, bitte
Jetzt haben es auch unsere Medien mitbekommen: Irans Revolutionsführer Khamenei spricht offen von der Zerstörung Israels. Das ist eigentlich ein alter Hut und war auf diesem Blog schon vor bald vier Monaten berichtet worden. Drei Jahre zuvor stand auf Khamenei.ir zu lesen: “Israel wird vernichtet werden” und die Basij-Milizen warten nach eigenen Angaben nur noch auf den Befehl des Revolutionsführers, endlich gegen Israel losschlagen zu dürfen.
Religionskritik und Abwehrreflexe
Ziemlich daneben liegt ein nicht ganz unbedeutender CDU-Bundestagsabgeordneter mit einer Stellungnahme, in der es einmal mehr um den Islam geht. Ruprecht Polenz heisst der Mann und auf den Umstand, dass er einmal mit dem grossen Tariq Ramadan das Podium teilen durfte, ist er offenbar noch heute so stolz, dass eine Aufnahme von der Veranstaltung seine Facebook-Seite schmückt.
Keine Glanzleistung
Dass Innenminister de Maizière die Beobachtung von Linke-Abgeordneten durch den Verfassungsschutz hat einstellen lassen, ist ein Unding, solange es in der Partei noch ganz offiziell eine “Kommunistische Plattform” gibt. Die Linkspartei hat bis heute nicht begriffen, dass die Bundesrepublik ein bürgerliches Projekt ist, das sich mit kollektivistischen Vorstellungen gar nicht verträgt.
Wer repräsentiert den Islam?
Ein Online-Kommentar der “Zeit” regt sich über die aktuelle Titelgeschichte des “Focus” auf, die sich der “dunklen Seite des Islam” widmet. Kann schon sein, dass der “Focus” sich damit auf das Niveau eines Revolverblattes begibt und sich manches darin findet, was kritikwürdig ist. Aber die Kritik, wie sie im “Zeit”-Kommentar geübt wird, kommt einer Desinformation gleich.
Wer hinter den Säureattacken steckt
Die Säureattacken auf mindestens vierzehn Frauen in der iranischen Stadt Isfahan hat weltweit Empörung ausgelöst, auch im Iran selbst. Vor kurzem erst wurde bekannt, dass wohl eine radikale Gruppe namens Ansar-e Hojjat die Verantwortung für die Säureattacken trägt.
Recht besehen ist die Sache einfach: Israel ist von Ländern umgeben, in denen eine Mehrheit der Bevölkerung gar keinen Frieden mit Israel will, weil sie schlicht keinen jüdischen Staat im Nahen Osten akzeptiert. Nicht, dass man etwas gegen Juden hätte, im Gegenteil, Juden sind doch “unsere Brüder”, nur der Zionismus, sagen Leute, die keinen Schimmer vom Judentum haben, sei eben eine Ideologie, die nichts mit dem Judentum zu tun habe.
