War doch klar, dass Sigmar Gabriel & Genossen auf den fahrenden Zug aufspringen würden. Zerschlagt die Banken! heisst das Motto, man hat schon immer gewusst, wer am Euro–Griechenland-Stabilitäts-Desaster die Schuld trägt.
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Von Jonathan Kriener
Ein Urteil ist gefällt: Auf einer Pressekonferenz des Auswärtigen Amtes stellt das Georg-Eckert-Institut, welches in Sachen Schulbuchforschung internationale Anerkennung genießt, eine Studie vor, die feststellt, dass viele europäische Schulbücher den Islam als vormoderne Religion darstellen, während Europa als modern erscheint (s.a. WAZ v. 16. 9. 2011). Was aber spricht gegen diese Darstellung, so sie denn tatsächlich für europäische Schulbücher typisch ist? Inhaltliche Gründe eher nicht.
Zum jährlichen Qods-Tag hat der iranische Präsident Ahmadinejad eine Rede gehalten, die ich im folgenden auszugsweise dokumentiere, und zwar in deutscher Übersetzung auf Grundlage der persischsprachigen Paraphrase der amtlichen iranischen Nachrichtenagentur IRNA.[1]
Neulich, in Aubervilliers
Wer in Paris vom Gare du Nord in nördlicher Richtung nach Aubervilliers und La Courneuve fährt, passiert unzählige Halal-Imbisse und -metzgereien, die dort das Strassenbild dominieren – allenfalls unterbrochen von ostasiatischen Geschäften.
Ausweitung der Empörungszone
Auch Müll ist manchmal noch zu etwas gut. Der rassistische und xenophobe Müll nämlich, den an Sauerstoffmangel leidende Bildschirmjunkies zuweilen in den Kommentarbereichen der Webpräsenzen von Presse und Rundfunk hinterlassen, taugt allemal dafür, den Flammen der Empörung über allzu forsche Islamkritik Nahrung zu geben:
Ein Heidenspass
Dem antiken Philosophen Plotin verdanken wir die Einsicht über unsere Welt, dass alles voll von Zeichen sei.[1] Dieser Tage kann man im Iran sehen, wie selbst Wasser zu einem politischen aufgeladenen Zeichen werden kann. Oder vielmehr: Wasserpistolen.
Theater im Theater
Von Stefanie Galla
Frank-Patrick Steckel, ehemaliger Intendant des Bochumer Schauspielhauses, empörte sich in einem offenen Brief an die Bochumer Oberbürgermeisterin Ottilie Scholz, dass Ackermann eine „stockreaktionäre hochverderbliche Person“ sei, die er als Intendant nie auf die Bochumer Bühne gelassen hätte und auch nicht den „ebenfalls mehr als zweifelhaften Herrn Stoiber“.
Warum Utøya?
Zwischen dem Schock angesichts der mehr als neunzig Todesopfer einerseits und der Erleichterung andererseits, dass es keine radikalen Muslime waren, die mit dem Doppelanschlag eine antiislamische Stimmung hätten anheizen können, scheint irgendwie die Frage ausser Blick geraten zu sein, warum ein rechtsextremer Muslim- und Migrantenhasser sich ausgerechnet Jugendliche eines Sommercamps auf Utøya zum Ziel gewählt hat.
Warten auf die Bombe
Von Chaim Noll [aus dem Jahr 2009]
Wer im Mittleren Osten lebt, spürt fast körperlich, im Alltagsleben, in der alltäglichen Stimmung, einen weltpolitischen Paradigmenwechsel. Die neue dominierende Macht der Region, in deren Schatten wir alle leben, ist der Iran. Wörtlich: Land der Arier. In der selbstgewählten Bezeichnung des dort seit 1979 herrschenden Regimes radikaler Kleriker: Islamische Republik Iran. Dieses vom grausamen Gesetz der Sharia regierte, nach westlichen Maßstäben unterentwickelte, zum größten Teil aus Wüste bestehende Land entscheidet über unser aller Zukunft.
Der Weitblick des Philosophen
Dass Hannah Arendts bekanntes Diktum von der Banalität des Bösen fraglich sein könnte, zumindest in Hinblick auf den Organisator der Judenvernichtung im Reichssicherheitshauptamt, Adolf Eichmann, hatte vor einiger Zeit die Publizistin Bettina Stangneth nahegelegt, die dem von Eichmann selbstgeschaffenen, marmornen Mythos, nur ein Rädchen im Getriebe des Holocaust gewesen zu sein, zum Bröckeln brachte.
