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Syrien

Die Geister, die ich rief

Russischer Waffenlieferungen zum Trotz ist das Überleben des syrischen Regimes alles andere als gesichert. Eine Ironie der Geschichte dabei ist, dass die Dschihadisten, derer sich das Regime zu erwehren hat und die zum Teil aus dem Irak kommen, dorthin zuvor über Syrien eingereist waren, worauf Ghassan Karam auf “Ya Libnan” hinweist:

This same Syrian government was proud to encourage and facilitate the crossing of Jihadists from all across the Moslem world into Iraq but now that some of these jihadists want to cross the border in the opposite direction this activity has become abominable.

Und nicht nur das. Die Dschihadisten haben ihr Handwerk ausgerechnet bei einem Verbündeten von Assad gelernt. So zitiert Mirella Hodeib im libanesischen “Daily Star” einen Kämpfer der Regierungsarmee, wonach die Hisbollah die Hamas trainierte, die Hamas wiederum die Takfiris, Anti-Schiiten also, die nun die Alawiten und damit Assads Machtbasis bekämpfen. Ein schönes Durcheinander.

Von Michael Kreutz

Dr. phil., Orientalist, Neogräzist, Politikanalyst, Buchautor und Journalist.

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