Glaubt noch irgendwer, dass Assad-Interviewer Jürgen Todenhöfer ein Freund der Muslime ist?
Autor: Michael Kreutz
Dr. phil., Orientalist, Autor, Journalist.
Orient mit Zuckerguss
Manche Mythen sterben nie. Denn wenn es darum geht, was Europa nicht alles dem Islam zu verdanken habe, dann wird gerne dick aufgetischt: Wie tolerant Andalusien war, wie wegweisend die arabischen Übersetzungen aus dem Griechischen, und wie verhängnisvoll Kreuzzüge und Kolonialismus.
Viele Menschen in Europa wollen sich dem neoliberalen Wirtschaftsdiktat nicht beugen, hat der Gärtner und Kolumnist Jakob Augstein herausgefunden, der auf “Spiegel Online” ein kleines Biotop dürrer Gedanken-Gewächse kultiviert. Seine Spezialität: Extra kleine Möhrchen.
Hunderte Milliarden
Die Linkspartei-Politikerin Sahra Wagenknecht glaubt, dass die Rettungsmassnahmen Griechenland nichts als Elend gebracht hätten, dieses also nicht etwa durch eigene Regierungen selbst verschuldet ist. Finanzielle Hilfen soll es nur ohne Auflagen geben, weswegen sie fordert:
Aus der Mottenkiste
Wenn die Medizin den Patienten nur kränker macht, dann braucht der Patient noch mehr von dieser Medizin – so könnte man die Ansichten Emmanuel Todds zusammenfassen, einem französischen Regierungsberater, der dem neuen Präsidenten Hollande nahesteht. Zur Abwendung der Finanzkrise, glaubt Todd im Gespräch mit dem “Spiegel” (20/ 14.5.12, 92-5), gebe es ein ganz einfaches Mittel:
Gibt es eine Anti-Atomwaffen-Fatwa?
Irans Führer Ayatollah Khamenei, so hatten Medien berichtet, habe sich gegen den Bau von Atomwaffen ausgesprochen und dies in einem religiösen Rechtsgutachten, einer Fatwa dargelegt. Damit habe der iranische Verzicht auf Atomwaffen gewissermassen eine verbindliche Form gefunden. Doch zumindest über das Internet ist die Fatwa nicht zu finden, schreibt das “Tablet Magazine”:
Im Land des Lächelns
Was ist eigentlich von einer Diktatur wie der iranischen zu halten? Ist sie gut, ist sie schlecht? Wenn einer wie der Nahost-Reisende Jürgen Todenhöfer, statt verstehen zu wollen, lieber auf den Basar geht, dann klingt die Antwort so:
Waffengeschäfte
Woher bekommt die libanesische Hisbollah ihre Waffen? Im Interview mit der Beiruter Zeitung “Al-Akhbar” ergeht sich Chinas Botschafter im Libanon, Wu Zexian, in Andeutungen. Auf die Frage, ob Gerüchte zutreffen, nach denen die Hisbollah 2006 von hochentwickelten Waffen aus China Gebrauch gemacht haben soll, um ein israelisches Kriegsschiff anzugreifen, gibt der Botschafters eine interessante Antwort.
Energiewende ohne Saft
Der Präsident der Bundesnetzagentur, Jochen Homann, fordert einen rascheren Ausbau der Stromnetze, wie die ARD berichtet:
Die geheimnisvolle Fussspur
Die Frage, wer den Schuss auf den damaligen Generalbundeanwalt Siegfried Buback abgab, dürfte in der Öffentlichkeit wohl zunehmend mit Ermüdung quittiert werden. Gelegentlich lohnt es sich aber doch, in das Weblog von Bubacks Sohn Michael hineinzuschauen, der über den neuesten Stand im jüngsten Verfahren Auskunft gibt.
