Was wäre die Wissenschaft nur ohne Neologismen!
Autor: Michael Kreutz
Dr. phil., Orientalist, Neogräzist, Politikanalyst, Buchautor und Journalist.
Der Durst nach Rache auf dem Weg zur Tränke
Westliche Verteidiger der islamischen Scharia betonen gerne die Flexibilität der islamischen Vorschriften und den sich daraus ergebenden vermeintlichen Spielraum. Leider stellt sich der Spielraum dann jedesmal als geringer heraus als gedacht (s. hier), weswegen es dann wieder Essig ist mit der erhofften Versöhnung von Scharia und Moderne.
“Iran muss Israel bis 2014 angreifen”
Vor kurzem machte eine Äusserung des iranischen Revolutionsführers Khamenei Furore, der wieder einmal gegen Israel hetzte. In diesem Zusammenhang war von einer neuen Doktrin die Rede, die die Zerstörung Israels religiös rechtfertigen soll. Diese Doktrin stammt von Alireza Forghani, der zu den strategischen Beratern Khameneis gehört und der seine Doktrin auf der Webpräsenz von Alef näher ausführt.
Nachdenken über die Endlösung
Der kürzlich bei einem Attentat in Iran ums Leben gekommene Mostafa Ahmadi-Roushan war nicht nur als Wissenschaftler am Atomprogramm des Iran beteiligt und einer der ersten, denen die Urananreicherung gelang. Er war auch damit beschäftig, sich über die Vernichtung Amerikas und Israels Gedanken zu machen.
Nach dem Postkolonialismus
Der Nahost-Reisende Jürgen Todenhöfer, der sich gern als oberster Feindbildbekämpfer Deutschlands inszeniert, war in Syrien unterwegs. In seinem Bericht für die FAZ, in welchem das Personalpronomen der 1. Person Singular wieder eine tragende Rolle spielt, erklärt er seinen Lesern, warum der Westen – der! Westen – wieder einmal von allem keine Ahnung hat.
Neulich auf Aljazeera
Gaddafi ist tot, hingerichtet durch einen Kopfschuss. Die halbbekleidete Leiche wird zur Schau gestellt. Zahllose Menschen strömen vorbei, machen Aufnahmen mit ihrer Kamera, einige bringen sogar ihre Kinder mit.
Was treiben eigentlich die ganzen Zeltlagerprotestierer vor der Londoner St. Paul’s Kathedrale?
Eine Posse
Mahmoud Gibril war das Gesicht der libyschen Revolutionäre. Mit seiner prowestlichen Einstellung erwarb er sich jede Menge Sympathien in Europa und den USA. Das war wichtig, denn ohne die NATO wäre es den Revolutionären kaum gelungen, Gaddafi und sein Regime zu stürzen.
Am Abgrund
Ein Schriftsteller sucht sich eigenartige Gesprächspartner.
Helden und Bestien
War doch klar, dass Sigmar Gabriel & Genossen auf den fahrenden Zug aufspringen würden. Zerschlagt die Banken! heisst das Motto, man hat schon immer gewusst, wer am Euro–Griechenland-Stabilitäts-Desaster die Schuld trägt.
