Für den Soziologen Émile Durkheim lebte das christliche Erbe Europas vor allem im modernen Individualismus weiter, der auch eine soziale Dimension hat. Praktisch scheint sich das zu bestätigen, wie Forscher der Universität Berkeley herausgefunden zu haben glauben:
Autor: Michael Kreutz
Dr. phil., Orientalist, Autor, Journalist.
Die Bin-Laden-Papiere
Wie von der amerikanischen Regierung angekündigt sind jetzt anlässlich des Jahrestags der US-Operation in Pakistan verschiedene Papiere aus dem Besitz Usama Bin Ladens in Abbottabad veröffentlicht worden. Sie können auf der Webseite der West Point Academy im arabischen Original (als Transkript) wie auch in englischer Übersetzung (als Einzeldokumente auch hier) heruntergeladen werden:
http://www.ctc.usma.edu/posts/letters-from-abbottabad-bin-ladin-sidelined
Was wäre die Wissenschaft nur ohne Neologismen!
Der Durst nach Rache auf dem Weg zur Tränke
Westliche Verteidiger der islamischen Scharia betonen gerne die Flexibilität der islamischen Vorschriften und den sich daraus ergebenden vermeintlichen Spielraum. Leider stellt sich der Spielraum dann jedesmal als geringer heraus als gedacht (s. hier), weswegen es dann wieder Essig ist mit der erhofften Versöhnung von Scharia und Moderne.
“Iran muss Israel bis 2014 angreifen”
Vor kurzem machte eine Äusserung des iranischen Revolutionsführers Khamenei Furore, der wieder einmal gegen Israel hetzte. In diesem Zusammenhang war von einer neuen Doktrin die Rede, die die Zerstörung Israels religiös rechtfertigen soll. Diese Doktrin stammt von Alireza Forghani, der zu den strategischen Beratern Khameneis gehört und der seine Doktrin auf der Webpräsenz von Alef näher ausführt.
Nachdenken über die Endlösung
Der kürzlich bei einem Attentat in Iran ums Leben gekommene Mostafa Ahmadi-Roushan war nicht nur als Wissenschaftler am Atomprogramm des Iran beteiligt und einer der ersten, denen die Urananreicherung gelang. Er war auch damit beschäftig, sich über die Vernichtung Amerikas und Israels Gedanken zu machen.
Nach dem Postkolonialismus
Der Nahost-Reisende Jürgen Todenhöfer, der sich gern als oberster Feindbildbekämpfer Deutschlands inszeniert, war in Syrien unterwegs. In seinem Bericht für die FAZ, in welchem das Personalpronomen der 1. Person Singular wieder eine tragende Rolle spielt, erklärt er seinen Lesern, warum der Westen – der! Westen – wieder einmal von allem keine Ahnung hat.
Neulich auf Aljazeera
Gaddafi ist tot, hingerichtet durch einen Kopfschuss. Die halbbekleidete Leiche wird zur Schau gestellt. Zahllose Menschen strömen vorbei, machen Aufnahmen mit ihrer Kamera, einige bringen sogar ihre Kinder mit.
Was treiben eigentlich die ganzen Zeltlagerprotestierer vor der Londoner St. Paul’s Kathedrale?
Eine Posse
Mahmoud Gibril war das Gesicht der libyschen Revolutionäre. Mit seiner prowestlichen Einstellung erwarb er sich jede Menge Sympathien in Europa und den USA. Das war wichtig, denn ohne die NATO wäre es den Revolutionären kaum gelungen, Gaddafi und sein Regime zu stürzen.
