Was kann die Wissenschaft zu religiösen Konzepten wie dem Dschihad sagen? Nun gibt es mehr als eine Definition; welche die richtige ist, lässt sich jedoch objektiv nicht ermitteln, weil es sich um eine Glaubensfrage handelt. Die Wissenschaft kann im wesentlichen nur drei Dinge feststellen.
Schlagwort: Debatte
Was an der Wahrnehmung und Diskussion der Ereignisse im Iran immer wieder auffällt, ist, dass westliche Intellektuelle und iranische Exilanten in zwei verschiedenen Welten leben, wenn es um die Verhältnisse in Iran geht und die Vorstellung von dessen Zukunft.
Es ist verblüffend, mit welcher Hartnäckigkeit selbst unversöhnliche Islamisten im Westen häufig zu moderaten Dialogpartnern verklärt werden. Ein kurzer Blick zurück: Als vor fünf Jahren der damalige iranische Präsident Ahmadinejad seinen Vertrauten Esfandiar Rahim Mashaie zu seinem Stellvertreter machen wollte, wurde das im Westen von nicht wenigen Analysten mit Verzückung aufgenommen.
Was man alles nicht braucht
In den Medien tummeln sich vermehrt Zeitgenossen, die uns erklären wollen, warum die Konsumgesellschaft, wie wir sie kennen, abgeschafft gehört. Denn vieles brauchen wir doch gar nicht, obwohl uns die Werbung etwas anderes einreden will. Diese manipuliert uns und das wollen wir nicht.
Des Eiferers Biograph
Wahrscheinlich haben Sie es schon gesehen: Im Internet kursiert gerade ein Video, das den amerikanischen Publizisten Reza Aslan im Interview mit dem Fernsehsender Fox zeigt. Weil die Moderatorin offensichtlich mit der Tatsache überfordert ist, dass ein muslimischer Autor ausgerechnet ein Buch über Jesus schreibt, obgleich dieser im Islam als Prophet gilt, gerät das Interview im letzten Dritten zu einem Desaster.
Ein Erfurter Politikwissenschaftler holt zum grossen Rundumschlag gegen die Allianz der Islamophoben aus.
Die heutige FAZ bringt einen kritischen Artikel (nicht online) über den Wohlfühlislam des akademischen Dialgbetriebes – und das auch noch aus der Feder eines Islamwissenschaftlers.1 Darin fordert Hans-Thomas Tillschneider von der Uni Bayreuth zunächst, dass der Islam „sich von allen politisch-rechtlichen Ansprüchen trennen“ müsse.
Sind Hamas und Hisbollah antisemitisch? Die Gender-Expertin Judith Butler weiss es nicht so genau. Dafür ist sie sich sicher: Bei beiden handelt es sich um progressive Bewegungen. Zumindest aus einer sehr verqueeren Perspektive.
Aus dem Leben eines Anarchisten
Mittlerweile hat Theatermann Claus Peymann sein Weltkriegstrauma soweit überwunden, dass er der “Frankfurter Rundschau” ein Interview geben konnte. Weiser ist er freilich nicht geworden, aber das hat auch niemand erwartet. Dafür traf er auf einen Interviewer, der es ihm überraschend schwer machte.
Von Ulrich Sahm
Eine Auseinandersetzung des New Yorker Autors Tuvia Tenenbom mit “Süddeutscher Zeitung” und dem Rowohlt Verlag zeigt: Selbst die liberale deutsche Öffentlichkeit ist nicht davor gefeit, in vorbelastete Sprachmuster zurückzufallen.“
