Bisher stand eine Mehrheit der Deutschen stabil an der Seite Israels. Das hat sich jetzt wohl geändert. Und das, obwohl Israel alles andere als blindlings einen Krieg im Nahen Osten führt, wie manche Kritiker hierzulande glauben machen wollen, sondern gezielt gegen terroristische Infrastruktur vorgeht und dabei sehr erfolgreich ist.
Schlagwort: Ethik
Leben im Zeitalter der Angst
Unsere Zeit, schrieb der Literaturwissenschaftler Richard Alewyn, sei das “Zeitalter der Angst” getauft worden, und keine Diagnose der Gegenwart unterlasse es, mit dem Begriff der Angst zu operieren. Alewyns Befund stammt aus dem Jahr 1977, aber bis heute glauben die Menschen gerne, dass früher alles besser war. Da kommen Statistiken über eine ansteigende Gewaltkriminalität genau zur rechten Zeit.
Ist Netanjahu zu weit gegangen?
Israel dürfte im wesentlichen seine Kriegsziele im Gazastreifen erreicht haben. Offen bleibt, wie die Hamas oder eine andere Terrorgruppe dauerhaft daran gehindert werden kann, israelische Bürger hinzumetzeln. Vor allem die zahlreichen Tunnel zur ägyptischen Seite der Grenze sind ein Problem. Hinzu kommen die anderen Kriegsfronten. Und schliesslich sind da noch die Geiseln.

Im Netz und in den Medien wimmelt es von Falschmeldungen und Verschwörungsmythen. Nicht alle werden von einer kritischen Öffentlichkeit als solche entlarvt, viele einfach durchgereicht. Das ist häufig dann der Fall, wenn der Unsinn nicht aus der Mitte des politischen Spektrums oder von rechts kommt, sondern seinen politischen Ursprung dort hat, wo auch viele Faktenchecker zuhause sind.
Eine Zeitung schlägt Alarm.
Je länger der Krieg in Gaza dauert
Je länger der Krieg in Gaza dauert, desto grösser wird die Wahrscheinlichkeit von soldatischem Fehlverhalten in Israels Armee. Dafür sind einzelne Offiziere verantwortlich, die zur Rechenschaft gezogen werden müssen – aber an unserer Solidarität mit Israel sollte das nichts ändern.
Was ist die Lehre aus der deutschen Geschichte?
Ein Journalist will Israel isoliert sehen.
Weder planvoll noch systematisch
Der Philosoph Theodor W. Adorno schrieb einst, dass der Begriff Genozid nach dem Massenmord der Nazis an den Juden erfunden wurde, um dem “Planvollen, Systematischen und Totalen” einen Begriff zu geben, “wollte man nicht den Opfern, deren es ohnehin zu viele sind, als daß ihre Namen erinnert werden können, noch den Fluch des Nicht-gedacht-soll-ihrer-werden antun.” Der Vorwurf, einen Genozid zu begehen, wird nun in Den Haag gegen Israel verhandelt.
Wie vor einiger Zeit bekannt wurde, hat Wirtschaftsminister Robert Habeck in seinem Haus eine Personalpolitik zu verantworten, die den Verdacht der Vetternwirtschaft auf sich zieht und von den Medien mittlerweile als “Trauzeugen-Affäre” bezeichnet wird, seitdem Habecks Staatssekretär Patrick Graichen seinen Trauzeugen für den Chefposten der Deutschen Energie-Agentur vorschlug, während sein Schwager Michael Kellner kurz zuvor ebenfalls Staatssekretär im selben Hause geworden war.
