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Sprache und Öffentlichkeit

Die Islamische Republik will Israel von der Landkarte tilgen

Zu der Behauptung, Ahmadinejad habe nie von der Vernichtung Israels gesprochen, wurde auf diesem Blog bereits das nötige gesagt. Charles Asher Small von der “Yale Initiative for the Study of Antisemitism” weist im Interview mit “Radio Farda” noch einmal darauf hin, dass Ahmadinejad sich in seiner Äusserung von 2005 auf Khomeini bezog, der nicht nur von Israels Zerstörung geträumt, sondern auch die Juden zum Bösen schlechthin erklärt hatte.

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Naher Osten

Im Treibhaus der Gewalt

Vor vier Jahren war anlässlich des israelischen Abzugs aus Gaza hier zu lesen, dass Israel keineswegs eine Politik der verbrannten Erde verfolgte. Gegen eine angemessene Kompensation hätten z.B. die Treibhäuser der Siedler von den Palästinensern übernommen werden können. Aber weder Siedler noch Palästinenser wollten offenbar glauben, dass Scharon es mit dem Abzug ernst meinte.

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Naher Osten

Krieg in Gaza und die unvermeidlichen Experten

Nachdem die Verschwörungstheorien über die abgesetzte “Anne Will”-Sendung ins Kraut geschossen waren, hat das deutsche Fernsehen mit “Hart aber fair” nun doch noch seine Diskussionsrunde zum Krieg in Gaza bekommen. Und nicht nur das: Drei der fünf Diskutanten bezogen eine drastisch israelkritische Position. Was nun, Herr Massarrat?

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Naher Osten

Doch weniger Tote in Gaza?

Lorenzo Cremonesi, Korrespondent des italienischen “Corriere della sera” ist durch die Krankenhäuser des Gazastreifen gezogen, hat Interviews geführt und nachgezählt: Mehr als 600 Tote soll die Operation “Gegossenes Blei” nicht gekostet haben – auch wenn natürlich jeder Toter einer zuviel ist.

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Türkei

Ins diplomatische Aus krakeelt

Von Martin Riexinger

Nieder mit Israel” hörte es der “Milliyet“-Kolumnist Kadri Gürsel letztlich aus einem Propagandawagen dröhnen. Mit dem Gefährt waren die Wahlkampfhelfer von Akif Şişmanoğlu unterwegs, der sich für die AKP um das Amt des Bezirksbürgermeisters von Sarıyer bewirbt. Nicht zu unrecht, meint Gürsel, das Auftreten seines Chefs haben den Kandidaten ermutigt, mit solchen Tönen auf Stimmenfang zu gehen.

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Iran

Ein Schurkenstaat, der keiner sein darf

Dem Westen gilt der Iran als “Schurkenstaat” – doch die Iraner sehen sich als Erben eines toleranten historischen Großreichs” meint die Redaktion der deutschen Ausgabe des “National Geographic” und will offenbar suggerieren: Der Iran kann kein Schurkenstaat sein. 

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Naher Osten

Äquidistanz als politische Herausforderung

Eine besondere Mission hat der Volker Perthes vom Berliner SWP. Der Westen solle endlich den Mut finden, einen Dialog mit den Islamisten zu führen, fordert er. Mit gemässigten Islamisten, natürlich. Und man scheint ihn erhört zu haben:

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Iran

Vernichtung Israels: Prinzip der Revolution

Unerschöpflich ist die Interpretationsgabe westlicher Nahosterklärer, die von Vertretern der Islamischen Republik zuweilen in unverblümter Rede vorgetragenen Wünsche einer Vernichtung des jüdischen Staates mit einer solchen Hingabe schönzureden und umzuinterpretieren, dass man fast Mitleid mit dem Regime in Teheran bekommen möchte. Es ist zwar leicht, ein böser Bube zu sein, aber manchmal eben schwer, sich einen entsprechend schlechten Ruf einzuhandeln. 

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Iran

Kulturrevolution schreitet voran

Zur Islamisierung des öffentlichen Lebens kommt nun die Koranisierung der Herzen: Weil es nach Ansicht des Religionsministeriums in den iranischen Provinzen zu wenige Hafezan, also Auswendigkönner des Koran gibt, denkt man nun an die Schaffung eines speziell dafür vorgesehenen Ministeriums. “So wie für Theater, Kino und Kulturvereine ein spezielles Budget vorgesehen ist”, findet Mohammad Ali Khaje-Piri, Direktor des Zentrums für die Entwicklung und Verbreitung koranischer Aktivitäten, “so muss für koranische Aktivitäten ein Extrabudget organisiert werden.”

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Naher Osten

Zweite Kulturrevolution an iranischen Universitäten

Das säkulare Bildungssystem muss sich ändern”, findet Mahmud Ahmadi-Nejad vor einer Gruppe regimetreuer Studenten, denn 150 Jahre seien genug.[1] Seitdem nämlich sei das Bildungssystem unter den Einfluss säkularer und hochmütiger (estekbārī) Gedanken geraten. Ahmadi-Nejad fordert die Studenten auf, gegen “liberale und wirtschaftsliberale Ideen” aufzustehen. Wenn ein liberaler Hochschullehrer mit dem Gedankengut seiner Schüler nicht konform sei, dann gebe er diesen schlechtere Noten, glaubt er.

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