Eine gebürtige Somalierin, die als Flüchtling nach Deutschland kam, hat manches an ihrer neuen Heimat zu kritisieren, vor allem was die Bürokratie angeht und die damit verbundene jahrelange Ungewissheit vieler Flüchtlinge über ihren weiteren Aufenthalt. Aber vor allem hat sie etwas zu verkünden.
Schlagwort: Rassismus
In den Medien kommen seit längerem schon und augenscheinlich immer öfter Personen zu Wort, die dieser Gesellschaft attestieren, nicht nur ein Problem mit dem Rassismus zu haben, sondern strukturell und institutionell rassistisch zu sein, also im Umgang mit Minderheiten irgendwo zwischen dem Südafrika der Apartheid und der Islamischen Republik Iran zu stehen. Diejenigen, die eine solche Radikalkritik vornehmen, treten gerne als Opfer dieses vermeintlich strukturellen und institutionellen Rassismus auf, ohne dass klar wird, warum das so sein soll.
Das Ressentiment ist tot
Das Ressentiment, also der intuitive Vorbehalt oder Groll gegen Personen oder Personengruppen, mithin das Unbehagen und die Distanzname, die im Begriff mitschwingen, ist von der Bildfläche verschwunden. Heutzutage ist alles Rassismus und dieser kann neuerdings auch ein unbewusster sein, wodurch sich ein weites Betätigungsfeld für Ideologen, Weltverbesserer und Denktherapeuten eröffnet, die angetreten sind, diesen Umstand zu lindern und zugleich zu kultivieren, denn ein Rassismus, der nicht nur ein unbewusster, sondern auch ein struktureller zu sein hat. kann immer nur noch schlimmer werden.
Wie rassistisch ist Deutschland?
Von Immanuel Kant stammt der Satz „Die Menschen arbeiten sich von selbst nach und nach aus der Rohigkeit heraus, wenn man nur nicht absichtlich künstelt, um sie darin zu erhalten.“ Haben wir die Rohigkeit überwunden? Der Fussballer Mesut Özil, der wegen seiner türkischen Herkunft oft angefeindet wird, würde das wohl verneinen. In der Tat sind rassistische Beleidigungen nicht akzeptabel und sollten von jedem, unabhängig davon, wie er zu Özil steht, verurteilt werden. Dabei ist es nur ein schwacher Trost, dass jeder, der im Licht der Öffentlichkeit steht, mit Anfeindungen und Schmähungen aller Art rechnen muss.
Rassismus und Depressionen sind ernste Themen. Hier geht es aber nicht um diese Probleme als solche, sondern um den Umgang mit ihnen in der arabischen Welt, was natürlich etwas über deren Gesellschaften aussagt. Ein Beitrag von “Alhurra” sieht das Grundübel im Selbstverständnis, wie es in arabischen Ländern weit verbreitet ist: Wir sind die grossartigste Nation (umma) auf Erden, gegen die alle anderen sich verschworen haben.
Bilder im Kopf
Man weiss es ja nicht so genau. In jedem von uns kann ein rassistisches Monster stecken, das unsere Gedanken kontrolliert, ohne dass wir es merken. Gut, dass es die “Campus”-Beilage der “Zeit” gibt. Diese hat einen putzigen Fragebogen entwickelt, mit dem sich jeder gewissermassen selbst auf den Zahn fühlen kann. Angesprochen wird zwar eher ein […]
