Kategorien
Terrorismus

9/11, zwanzig Jahre später

Die macht der Bilder zeigt sich gerade an 9/11: Meist werden entsprechende Artikel mit Aufnahmen bebildert, die ein Flugzeug kurz vor dem Aufprall auf das World Trade Center zeigen oder kurz danach, wenn ein Feuerball diesen erschüttert. Was man selten sieht, sind Luftaufnahmen von Manhattan. Damals stand das ganze Gebiet in dichte Rauchwolken gehüllt. Wer die Bilder live vor dem Fernseher mitangesehen hat, musste glauben, hier nehme der dritte Weltkrieg seinen Anfang.

Kategorien
Naher Osten

Israel und die Achse der Feindseligkeit

Man täusche sich nicht: Die Gewalt aus dem Gazastreifen hat nichts mit dem zu tun, was Israel tut oder nicht tut. Sondern mit dem, was Israel ist: Der einzige jüdische Staat auf diesem Planeten. Islamisten bekämpfem den jüdischen Staat daher ganz grundsätzlich. Die tatsächliche oder vermeintliche Diskriminierung von Palästinensern und die Besetzung des Westjordanlands bilden nur den Vorwand, um Israel anzugreifen.

Kategorien
Iran

Der machtlose Herr Z.

Die Nachricht ist schon eine Woche alt, aber deutschsprache Medien wissen wenig mit ihr anzufangen: Der iranische Aussenminister Javad Zarif hat in einer internen, nicht für die Öffentlichkeit bestimmten Unterhaltung zugegeben, Null Einfluss auf die Aussenpolitik seines Landes zu haben.

Das Gespräch kam durch ein Datenleck an die Öffentlichkeit und wurde vom Sender “Iran International”, der ein regimekritisches Programm ausstrahlt, verbreitet. Natürlich ist das alles nicht neu und längst allgemein bekannt, dass in Iran nur Revolutionsführer Khamenei und die Revolutionsgarden (Pasdaran) das Sagen haben. Bemerkenswert ist dennoch, dass ein hochrangiger iranischer Politiker dies unumwunden zugibt.

Denn Khamenei und seine Helfershelfer, die Pasdaran, machen nicht nur, was sie wollen – sie halten es selbst dann noch nicht einmal für nötig, den eigenen Aussenminister über ihre Operationen in Kenntnis zu setzen, wenn diese seinen diplomatischen Bemühunen zuwiderlaufen! Einmal mehr zeigt sich, dass ein solches Regime für den Westen ganz gundsätzlich kein Verhandlungspartner sein kann.

Es handelt sich um ein religiös-paramilitärisches Regime, das sogenannte “Moderate” wie Zarif nur als Köder für den Westen benutzt, um Zugeständnisse zu erlangen. Auf das Datenleck hat es wie gewohnt mit weitreichenden Repressalien reagiert, zusätzlich zu den üblichen Menschenrechtsverletzungen. Alles wie gehabt, nur jetzt ohne Maske.

Ursprünglich erschienen auf transatlantic-forum.org]

Kategorien
Iran

Vernichtung bis 2041?

Seit Jahren brodelt auf linken Plattformen das Propagandasüppchen, wonach Iran demnächst Ziel eines amerikanischen Angriffs werden könnte – eine Voraussage, die dann regelmässig nicht eintrifft, einige Zeit später aber wieder auftaucht und weiter in die Zukunft verschoben wird.

Kategorien
Libanon

Alle Spuren führen nach Teheran

Die Explosionen in Beirut gehen auf das Konto der vom iranischen Regime abhängigen Terrororganisation Hisbollah – Unfall hin oder her. Die Hisbollah hat schon in der Vergangenheit verschiedentlich grosse Mengen an Ammoniumnitrat gehortet und auch wenn ihr dieses im aktuellen Fall vielleicht noch nicht einmal gehörte, so wusste sie um die Gefahr und tat nichts …

Kategorien
Naher Osten

Hisbollah und die Umkehrung der Fakten

Stellen Sie sich vor, eine Gruppe von Neonazis in Deutschland würde von einer ausländischen Macht mit einer stetigen und umfangreichen Waffenlieferung bedacht, infolgedessen sie zu einem so gewaltigen Machtfaktor würden, dass der Staat damit überfordert wäre, ihre Strukturen zu zerschlagen. Stattdessen bliebe dem deutschen Staat nichts übrig, als sich mit den Neonazis zu arrangieren und es zu tolerieren, wenn diese im Land Strassensperren errichten und Menschen nach Belieben festnehmen.

Kategorien
Terrorismus

Stochern im Nebel

Die Diskussion bei „Maybrit Illner‟, die sich dem Thema „Terror in Sri Lanka – Krieg der Religionen?‟ widmete, hat einmal mehr gezeigt, wie eine aktuelle Problematik zunehmend tabuisiert wird: Der Terrorismus, der im Namen des Islam verübt wird, hat derzeit keine Parallele in irgendeiner anderen Religion, weil er so stark globalisiert ist wie kein zweiter. …

Kategorien
Naher Osten

Ein Treffen in Jerusalem

Hätten die Briten den Mufti von Jerusalem vor achtzig Jahren auf die Seychellen deportiert, sähe die Welt heute anders aus, denn dann wäre der unter Führung des Muftis aufkeimende islamistische Terror nie zu einem globalen Phänomen geworden. Das ist eine starke These, die der Politikwissenschaftler Matthias Küntzel da aufstellt – und überaus fragwürdig. Beim Aufstieg des islamistischen Terrors sind noch andere Faktoren im Spiel, die zum Teil weit in die Geschichte zurückreichen, zum Teil jüngeren Datums sind.

Kategorien
Naher Osten

Nach dem Kalifat

Im Irak ist der das sog. Kalifat des Abu Bakr al-Baghdadi auf dem Müllhaufen der Geschichte gelandet, seitdem die irakische Armee Mosul zurückerobert hat. Auch Raqqa, die faktische Hauptstadt des Kalifats, wird fallen und eine unfassbar grausame Terrorbande, die nur dank der Uneinigkeit ihrer Feinde so lang hat existieren können, wird zertreten werden wie eine ausgerauchte Zigarette.

Kategorien
Syrien

Trumps doppelter Coup

Trump bleibt unberechenbar. Obwohl wir hier nicht unbedingt pro Trump sind, muss man sagen: Hut ab vor seinem jüngsten Doppel-Coup. Mehrmals schon hatte ich den Eindruck, Trump oder seine Berater könnten Bacevich gelesen haben. Jedenfalls scheint der Mann militärischen Operationen abhold, die nur irgendwie darauf abzielen, amerikanisches Engagement im Nahen Osten zu zeigen.

Translate »