US-Präsident Trump hätte den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine längst stoppen können, hätte er diese bedingungslos unterstützt. Die Ukraine wäre dann ein amerikanischer Stellvertreter geworden und damit für Putin unangreifbar. Stattdessen drängte Trump auf einen Deal.
Autor: Michael Kreutz
Dr. phil., Orientalist, Autor, Journalist.
Der ungarische Patient
Manche sagen, Ungarns Hauptstadt Budapest sei die schönste Hauptstadt eines europäischen Landes. Weniger schön jedoch ist die Politik, die dort gemacht wird, seitdem ein Mann namens Viktor Orbán gezeigt hat, wie sich ein Land von Europa enttfernt, sobald man es zu einem Hinterhof russischen Einflusses umbaut.
Wie geht es weiter mit Iran?
Natürlich lässt sich eine Revolution nicht planen und ob der Regimewechsel gelingt, ist alles andere als gewiss. Dennoch ist der ubiquitäre Pessimismus vieler von den Medien als Experten gehandelter Kommentatoren fehl am Platze, weil er wichtige Fakten ausblendet.
Fundstück: Saadi über die Despotie
Überwiegend in Prosa abgefasst, doch mit Lyrik reich verziert, gehört der «Rosengarten» (Golestan) von Saadi (13. Jahrhundert) zu den Klassikern der neupersischen Literatur.
Das süsse Gift der Propaganda
Landauf, landab wird in den Medien vor allem Pessimismus verbreitet, was den israelisch-amerikanischen Krieg gegen Iran betrifft. Dabei sollte nicht Optimismus die vorherrschende Einstellung sein, sondern eine nüchterne Betrachtung der Fakten. Stattdessen werden immer wieder dieselben Topoi der Mullahpropaganda besetzt.
Die Universität Hamburg hat sich mit Formen der Radikalisierung in Deutschland befasst; in der Studie befindet sich auch ein Kapitel über Antisemitismus unter Muslimen. Darin heisst es (S. 26):
Wenn Kommentatoren den Regimewechsel absagen
Was US-Präsident Trump in Iran vorhat, mag unklar sein, dafür ist die israelische Position umso klarer: Würde sich in Iran eine säkulare Demokratie etablieren, wären Israels Sorgen um seine Sicherheit über Nacht verschwunden. Doch manche Reporter, Kommentatoren, Nahost- und Politikexperten wollen die USA und Israel offenbar unbedingt scheitern sehen.
Kerzen? Kerzen!
Ein Politiker der Linkspartei hat eine Idee, wie man die Mullahs ohne Blutvergiessen aus Iran vertreiben kann.
Operation Nouruz
Was planen die USA und Israel in Iran und wie könnte es gelingen, die Macht an die iranische Bevölkerung zu übergeben oder sie in die Lage zu versetzen, sie zu übernehmen? Von dieser Frage hängt nicht zuletzt ab, wie lange noch gekämpft werden muss.
Das Problem mit dem Völkerrecht
Dem Historiker Friedrich Meinecke verdanken wir die Erkenntnis, dass das Völkerrecht der frühen Neuzeit Weltbürgertum und Nationalstaat als Einheit begriff und damit an die antike Vorstellung anknüpfte, nach der die Menschheit als ganze eine Interessen- oder Vernunftgemeinschaft bildet. Davon scheint das Völkerrecht heute weit entfernt.
