Nichts erhitzt in Europa so sehr die Gemüter wie der Kampf der israelischen Regierung gegen die Hamas im Gazastreifen, den viele einen Genozid nennen. Dabei kann man durchaus der Meinung sein, dass der israelische Premier Netanjahu schon vor einem Jahr die Kampfhandlungen und damit die Zerstörungen im Gazastreifen hätte beenden können.
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Der Plan des US-Präsidenten Trump zur Beendigung des Krieges im Gazastreifen macht weitreichende Zugeständnisse an die Hamas, die ein Massaker an wehrlosen Partygästen verübte, Menschen ermordete, vergewaltigte, verstümmelte, verschleppte, folterte und zum Teil bei lebendigem Leib verbrannte. Hat der Plan eine Chance?
Syriens neuer Machthaber Ahmed al-Sharaa entstammt bekanntlich einer islamistischen, terroristischen Organisation, die al-Qaida nahestand, weswegen sein politischer Kurs, der auf Ausgleich und Stabilität zielt, von vielen innerhalb und ausserhalb des Landes mit Argwohn beäugt wird. Ist vielleicht alles nur Taktik?
Wie soll sich Deutschland gegenüber der israelischen Regierung positionieren? Natürlich ist Politik immer von Kompromissen geprägt und ist es auch nicht leicht, im Krieg der Narrative Fakt von Fiktion zu unterscheiden, wenn es um Entscheidungen geht, die die Situation im Gazastreifen betreffen. Aber eine grundsätzliche Linie lässt sich skizzieren.
An den Universitäten und Forschungsinstituten wimmelt es von Geisteswissenschaftlern, die grundlegende Fakten nicht zu recherchieren imstande sind, aber meinen, kraft ihrer Promotion über ein gesteigertes moralisches Urteilsvermögen zu verfügen.
Zahlreich sind die Stimmen, die Israel einen Genozid im Gazastreifen vorwerfen. Man muss jedoch kein grosser Fan der Regierung Netanjahu sein, um zu erkennen, dass dies ein haltloser Vorwurf ist.
Für die Freilassung aller von der Hamas festgehaltenen Geiseln und den Schutz jüdischen Lebens setzt sich eine an die Bundesregierung gerichtete Stellungnahme ein, die zugleich eine Petition ist. Zu den Erstunterzeichnern gehören Angehörige einiger Geiseln, soweit diese die deutsche Staatsange-hörigkeit besitzen. So weit, so gut.
Allzu leichtfertig verbreiten viele Informationen von Personen oder Medien, die sie für glaubwürdig halten, selbst wenn es sich nicht um die Originalquelle handelt. Auch das pro-israelische Lager ist nicht vor Fake News gefeit, obwohl es die besseren Argumente hat und sich nicht vorwerfen lassen muss, auf die Propaganda einer Terrororganisation hereinzufallen.
Sicher, es gibt gute Gründe, warum die israelische Armee sich schon vor langem aus dem Gazastreifen hätte zurückziehen sollen, denn Israel hat hier nichts mehr zu gewinnen. Stattdessen verrennt sich die Rigierung in ein Unterfangen, das immer mehr palästinensischen Zivilisten und israelischen Soldaten das Leben kostet. Aber es gibt auch einen guten Grund für die Armee zu bleiben.
Israel begrenzt keine Lebensmittelspenden, aber die Hamas stiehlt diese, um sie der eigenen leidenden Bevölkerung zu verkaufen. Das hat die israelische Seite immer behauptet, doch gab es dafür angeblich keine Beweise. Manche, wie der ehemalige Sondergesandte für die UN, David Satterfiel, haben dies sogar bestritten.