Zuerst schoss eine Terrorgruppe namens Hamas dreitausend Raketen auf Israel, dann drang sie auf dessen Staatsgebiet vor, erschoss, verstümmelte, verbrannte und vergewaltigte 1200 Menschen und verschleppte 240 weitere. Begierig auf Bilder von toten arabischen Babys, bereiteten arabische und türkische Medien eine Verleumdungsoffensive gegen den jüdischen Staat vor, von dem man annehmen musste, dass er seine Bürger schützen und gegen die Hamas zurückschlagen würde.
Schlagwort: Europa
Dass Deutschland keine Revolution kannte und damit hinter Ländern wie England, den Vereinigten Staaten oder Frankreich zurückblieb, ist ein überkommenes Geschichtsbild, das schon seit längerem von Historikern hinterfragt wird. Denn ganz so einfach liegen die Dinge nicht. Die Revolution von 1848 mag gescheitert sein, doch blieb sie nicht ohne Wirkung. Hat es in Deutschland aber überhaupt so etwa wie eine Revolution gegeben?
Was heisst “europäisch”?
An welche Länder denkt man zuerst, wenn von “Europa” die Rede ist? Den meisten dürften wohl eher Frankreich, Deutschland oder die Schweiz in den Sinn kommen als Rumänien, Griechenland oder Ungarn. Wer den Gründen nachforscht, merkt schnell, wie flüchtig und folglich kritikwürdig der Europa-Begriff ist. Man kann mit seiner Kritik freilich auch über das Ziel hinausschiessen.
Zum hundertjährigen Jubiläum des Vertrags von Lausanne
Zwischen 1920 und 1922 kam es an der östlichen Grenze des europäischen Kontinents zu Gewaltausbrüchen, die das Gesicht der Region für immer verändern sollten: Bis zu 1.500.000 griechische Christen, die in der Türkei lebten, und bis zu 600.000 türkische Muslime, die in Griechenland lebten, wurden vertrieben. Die Jahrtausende alte griechische und christliche Präsenz in Kleinasien fand ihr Ende. Der Traum von der „Grossen Idee“ einem Griechenland der zwei Kontinente, war ausgeträumt.
China und die transatlantische Allianz
Kürzlich hat Chinas staatliche Nachrichtenagentur Xinhua eine neue Ausrichtung der Politik vorgestellt, die sie nach einem Schlag von Präsident Xi Jinping “Zweite Integration” nennt. Gemeint ist ein Sozialismus chinesischer Prägung, der Chinas Rolle in der Welt stärken soll. Dabei steht dem Land ein enormes hausgemachtes Problem im Weg.
Was Erdoğans Wahlsieg bedeutet
Man kann die Dinge positiv sehen: Obwohl er den Grossteil der Medien hinter sich weiss, die ihm sehr viel mehr Sendezeit eingeräumt haben als seinem wichtigsten Herausforderer, er seit dem gescheiterten Putsch von 2016 den Staatsapparat auf Linie gebracht hat und von einem Wahlsystem profitiert, das die stärkere Partei begünstigt, hat Erdoğan die Wahlen nur knapp und erst nach einer Stichwahl gewonnen.
Was kümmert es die Inder?
Asiens Kino widerlegt die marxistische Kulturkritik
Tiger Zinda Hai (टाइगर ज़िंदा है) – Der Tiger lebt, heisst ein indischer Film, der Teil einer Reihe um einen Superagenten ist, der unter dem Decknamen “Tiger” (englisch ausgesprochen) operiert. Der Film verbindet Action mit Romantik und bildet gewissermassen das Gegenstück zu westlichen Filmen wie der Indiana Jones-Reihe. Tiger Zinda Hai, ein durch und durch kommerzieller Film, sagt aber auch etwas über den ökonomischen Aufstieg Asiens aus.
Von Gilgamesch bis Carl Schmitt: Der Judaist Peter Schäfer beleuchtet das abendländisch-jüdische Verhältnis anhand der Schöpfungsgeschichte.
Die Vertreibung aus dem Paradies, wie die Bibel sie erzählt, hat Kunst und Literatur bis in die Gegenwart hinein inspiriert, ist aber in ihrer vorherrschenden Deutung vom Sündenfall eine rein abendländisch-christliche, die der jüdisch-rabbinischen Intention vollkommen zuwiderläuft und als solche bis in das politische Denken der Gegenwart hinein nachwirkt, wie der Judaist Peter Schäfer in seinem neuen Buch „Die Schlange war klug“ zeigt.
Es ist gut, dass die Ukraine in Deutschland breite Unterstützung geniesst. Lediglich eine Minderheit am äusseren rechten und linken Rand der Gesellschaft betreibt eine Umkehr von Tätern und Opfern und möchte die Ukraine ihrem Angreifer ausliefern. Aber diese Minderheit könnte wachsen.
Im Mai 2012, also vor etwas mehr als zehn Jahren, fuhr Helmut Schmidt, Altkanzler der Bundesrepublik, nach Singapur, um sich mit Lee Kuan Yew zu treffen, den Mann, der das kleine südasiatische Land zu der bedeutenden Wirtschaftsmacht geformt hatte, die es heute ist. Das Treffen war informell und man unterhielt sich über Weltpolitik.
