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Rezension

Die Schlange, die zum Menschsein verführte

Von Gilgamesch bis Carl Schmitt: Der Judaist Peter Schäfer beleuchtet das abendländisch-jüdische Verhältnis anhand der Schöpfungsgeschichte.

Die Vertreibung aus dem Paradies, wie die Bibel sie erzählt, hat Kunst und Literatur bis in die Gegenwart hinein inspiriert, ist aber in ihrer vorherrschenden Deutung vom Sündenfall eine rein abendländisch-christliche, die der jüdisch-rabbinischen Intention vollkommen zuwiderläuft und als solche bis in das politische Denken der Gegenwart hinein nachwirkt, wie der Judaist Peter Schäfer in seinem neuen Buch „Die Schlange war klug“ zeigt.

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Christentum

Weihnachten: Was darunter liegt

Während der Spätantike war es der persische Kult um Mithras, der in direkter Konkurrenz zum jungen Christentum stand und wie dieses den Gläubigen ewiges Leben verhiess. Das Weihnachtsfest könnte hier seine vorchristlichen Wurzeln haben. Denn der 25. Dezember wurde mit der Sonne identifiziert und Mithras Geburt gefeiert, dem Zeitpunkt der Wintersonnenwende, mit dem die Tage wieder länger werden.

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✒️ Scharfe Schoten – die Glosse

Eine Lehre aus dem alten Rom

Die Bundesregierung versucht, der steigenden Energiekosten mit einem Preisdeckel Herr zu werden.

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Ideengeschichte

Europa, das Mittelmeer und der Islam

Es herrscht viel Verwirrung um die Begriffe Europa und Abendland, letzterer wird gerne von Rechtskonservativen als Kampfbegriff gegen den Islam verwendet. Beide Begriffe sind jedoch vielschichtig und unterliegen dem Wandel der Zeit, was wenig reflektiert wird und das gilt nicht zuletzt für den Begriff „Europa‟. Ein populäres Missverständnis besteht gerade darin, die Idee Europa mit dem Kontinent gleichzusetzen, die eben alles andere als deckungsgleich sind.

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Ideengeschichte

Zwischen Religion und Politik VIII – Die Geburt des Antisemitismus aus dem Geist der Gnosis

In Abgrenzung von der ahistorischen Kosmologie der Antike hat sich in der Moderne die Auffassung durchgesetzt, dass der Kosmos einem evolutionären Schema unterliegt, das die Existenz des Göttlichen zwar noch erlaubt, dieses aber nicht mehr als unabdingbar erscheinen lässt. Der Kosmos und mit ihm die gesamte materielle Existenz folgen nur noch Gesetzmässigkeiten, die der Erforschung durch den Menschen zugänglich sind.

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Ideengeschichte

Zwischen Religion und Politik VII – Dimensionen der Säkularität

Die in der Forschung vertretene Vermutung, dass Modernisierung mit einem Bedeutungsverlust von Religion in der Gesellschaft einhergehe (Säkularisierungsthese), ist in jüngerer Zeit infrage gestellt worden und seitdem Gegenstand einer interdisziplinären Kontroverse. Die Schwierigkeit liegt darin, dass religiöse Handlung als solche nicht immer leicht zu identifizieren ist, weil schon das Wesen von Religion umstritten ist.

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Ideengeschichte

Zwischen Religion und Politik III – Wahrheit und Gewalt

Sprechen wir über die kulturellen Voraussetzungen historischer Errungenschaften wie die Menschenrechte, dann schliesst das die Frage ein, wie es um die religiösen Ressourcen bestellt ist, aus denen heraus sie selbst und damit eine Koexistenz mit anderen Glaubensformen begründet werden kann. Immer wieder sind Religionen, in deren Namen Menschen unterdrückt und verfolgt wurden, zuweilen selbst Gegenstand von Unterdrückung und Verfolgung geworden, was oft selbst dann noch in der kollektiven Erinnerung nachhallt, wenn die Glaubensgemeinschaft schon längst aus ihrer Minderheitenposition herausgetreten ist.

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Ideengeschichte

Zwischen Religion und Politik II – Religion und Imperium

Religionen tragen ein imperiales Erbe in sich, denn mit oder gegen ein Imperium sind sie grossgeworden. Die Herausbildung einer jüdischen, christlichen und muslimischen Zivilisation fand auf dem historischen Spielfeld von Imperien statt. Religionen haben haben dazu beigetragen, Imperien zu begründen und diese, jene zu verbreiten.

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