Das besetzte Hamburger Flora-Theater (“Rote Flora”) versteht sich als “politisches Projekt” gegen die herrschende Ordnung. In Wahrheit ist alles nur Schau. Die Veranstaltungen, die in der Flora stattfinden, könnten harmloser und spiessiger kaum sein.
Autor: Michael Kreutz
Sprach-, Literatur- und Politikwissenschaftler, Autor und Journalist.
In der NZZ widmet sich der Historiker Timothy Snyder der Frage, was ein Reich wie die Habsburgermonarchie, die sechshundert Jahre Bestand haben konnte, zu Fall gebracht hat und welche Lehre ihr Ende für die heutige EU parat hält. Snyder bezweifelt, dass es innere Schwächen waren, die zum Zerfall des Staatsgebildes geführt haben, obwohl, wie er einräumt, im 19. Jahrhundert “der Nationalismus buchstäblich im ganzen Reich um sich griff”.
Hamburg schafft sich ab
An den Ausschreitungen um das besetzte Hamburger Flora-Theater (“Rote Flora”) zeigt sich, dass eine Anbiederung an extremistische Kräfte nur noch mehr Unheil bringt. Die Grünen empören sich zwar – jedoch über die Polizei, weil diese möglicherweise die Demonstration zu früh gestoppt hat.
Ein Krankenhaus in Aleppo
Wohl kein Krieg der Geschichte stand jemals so sehr im Scheinwerferlicht der Öffentlichkeit wie derjenige im gegenwärtigen Syrien. Beinahe im Minutentakt wird Filmmaterial ins Internet hochgeladen, das den Schrecken des Krieges immer wieder aufs Neue demonstriert.
Im “Mavericks”-Universum
Ich habe lange gezögert, mein System vom alten Snow Leopard (= OS X 10.6.8) auf das neue Mavericks upzudaten, doch hat es sich gelohnt und ich bin vom Ergebnis ziemlich beeindruckt. Wer sich nicht sicher ist, ob der eigene Rechner über die notwendigen Voraussetzungen Installation verfügt, kann das mit dem kostenfreien „Mavericks-Tester“ überprüfen. Damit lässt sich auch feststellen, welche Anwendungen nach dem Systemupdate evtl. nicht mehr laufen.
Besonders kleine Kinder leiden unter dem autoritären Erziehungsstil im Elternhaus, der auch mit körperlicher Gewalt einhergeht. Sie werden so zu unbedingtem Gehorsam erzogen, weiss die Islamkundelehrerin Lamya Kaddor in ihrem Buch „Muslimisch–Weiblich–Deutsch‟ (2010) über ihre muslimischen Schüler im Dinslakener Stadtteil Lohberg zu berichten.
Dschihad und olle Kamellen
Was kann die Wissenschaft zu religiösen Konzepten wie dem Dschihad sagen? Nun gibt es mehr als eine Definition; welche die richtige ist, lässt sich jedoch objektiv nicht ermitteln, weil es sich um eine Glaubensfrage handelt. Die Wissenschaft kann im wesentlichen nur drei Dinge feststellen.
Im Haifischbecken
Spähaffäre und kein Ende: Politik und Medien scheinen zur Zeit kein grösseres Problem mehr zu kennen (nachdem dem medial aufgeblasenen Skandälchen um den Limburger Bischof die Luft ausgegangen ist). Dabei ist fraglich, ob die ganze Empörung um die NSA irgendetwas bringt, wenn sie nicht ohnehin gar kontraproduktiv ist.
Was an der Wahrnehmung und Diskussion der Ereignisse im Iran immer wieder auffällt, ist, dass westliche Intellektuelle und iranische Exilanten in zwei verschiedenen Welten leben, wenn es um die Verhältnisse in Iran geht und die Vorstellung von dessen Zukunft.
Huntington und seine Leser
Seitdem Samuel P. Huntington 1996 sein Buch “The Clash of Civilizations” veröffentlichte (voller Titel: The Clash of Civilizations and the Remaking of World Order, New York 1996.) arbeiten sich Menschen an dem Buch ab, von denen viele es offenbar nicht gelesen haben. Wie sonst wäre zu erklären, dass Huntington Thesen unterstellt werden, die gar nicht […]
