Der israelische Staatspräsident Moshe Katzav ist heute in Athen vom griechischen Verteidigungsminister Petros Molybiatis empfangen worden. Was daran bemerkenswert ist? Seit Aufnahme der diplomatischen Beziehungen beider Länder 1990 ist dies der erste Besuch eines israelischen Staatspräsidenten in Hellas.
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Ein paar tausend plus zwei oder drei
Ahmadi-Nejad bleibt sich treu. Wie vor einiger Zeit berichtet, treiben die antikapitalistischen Töne des iranischen Präsidenten das Kapital ins Ausland. Und während noch der glücklose Direktor des Hamburger Orient-Instituts, Mit seiner verklärenden Rundum-Analyse, derzufolge Ahmadi-Nejads radikale Äusserungen auf dessen Unerfahrenheit zurückzuführen seien, liegt Nahostwissenschaftler Udo Steinbach wieder einmal daneben.
“Vom Meer bis zum Fluss…”
Viele haben es nicht geglaubt, die Palästinenser selbst haben es lange nicht für möglich gehalten: Israel, seine Siedler und seine Truppen, haben sich restlos aus dem Gazastreifen zurückgezogen. Wie es mit dem Friedensprozess, namentlich: mit der Road Map, weitergeht, hängt davon ab, inwieweit der Gaza-Rückzug zu einem Erfolg wird. Pierre Heumann von der Schweizer »Weltwoche« schreibt dazu auf seinem Blog:
In Europa, wo die Scharia noch gilt
Arrangierte Ehen, ohne dass die Brautleute sich vorher zu Gesicht bekamen; zwölfjährige Kinder, die zwangsweise verheiratet werden; Frauen, die nicht wissen, dass sie ein Recht auf Scheidung haben und die im Falle einer Scheidung das Sorgerecht an ihren geschiedenen Mann verlieren – allesamt Phänomene, die dort auftreten, wo die Scharia herrscht.
Festival des Hasses
Wie berichtet, gibt sich vom 16. bis 18. September die internationale Neonazi-Szene ein Stelldichein in Griechenland. Unter dem Titel “Hatewave 2005″ werden einige tausend Rechtsextreme aus neun verschiedenen Ländern zu einem Festival des Hasses erwartet.
Mythen und Fakten über Gaza
In “This Week in Palestine” schreibt Diana Buttu, warum allein Israel vom Rückzug aus dem Gazastreifen profitiert. Einigen ihrer Thesen habe ich die Ausführungen des n-tv-Korrespondenten in Jerusalem, Ulrich W. Sahm, gegenübergestellt, der Buttus Thesen Punkt für Punkt widerlegt:
Israel zieht sich aus dem Gazastreifen zurück und eigentlich, möchte man meinen, müssten jetzt alle zufrieden sein: Die Israelis, weil sie dem Lauf der Demographie ein Schnippchen schlagen; die Palästinenser, weil ihr eigener Staat nun endlich so greifbar scheint wie nie zuvor; Hamas und Islamischer Dschihad, weil sie den Abzug Israels als Sieg verkaufen können; und die linken Dauernörgler in Europa, weil ihnen die Besatzung schon lange als wahre Ursache aller Missstände in der arabisch-islamischen Welt galt.
Nach einer Umfrage des griechischen Fernsehsenders Ant1 verurteilen 85% der Befragten die Anschläge von London als verbrecherischen Akt. Das ist erfreulich. Aber es gibt auch eine weniger erfreuliche Mitteilung.
Neonazis, paneuropäisch
Erdogan und der Christenclub
Der türkische Ministerpräsident Erdogan möchte sein Land gerne in die EU führen. Das ist ehrenwert. Weniger ehrenwert sind seine dauernden Vorhaltungen, die EU bilde einen Christenclub, der Vorbehalte gegenüber einem islamischen Land wie der Türkei habe. Und so klagt Erdogan die Schaffung einer EU ein, die doch bitteschön ein harmonisches Zusammenleben verschiedener Zivilisationen ermöglichen soll.
